Chronik | Oberösterreich
05.09.2018

Wachsende Ängste und Sorge um die Freundin

Eltern des in den USA festgehalten 18-jährigen Mühlviertlers sind besorgt und auch dankbar.

 Das Warten und die Ungewissheit über sein Schicksal lassen bei Leo S. die Ängste wachsen. Über das Schicksal des 18-Jährigen, der Ende August in Florida wegen einvernehmlichem, aber verbotenem Sex mit seiner 15-jährigen Freundin festgenommen worden war, gibt es bisher keine neuen gerichtlichen Entscheidungen. In einem über die Kanzlei des Anwalts Carl Christian Thier an den KURIER übermittelten schriftlichen Interview berichten die Eltern des Burschen über die Geschehnisse und ihr Befinden.

Leo ist sehr tapfer. Jedoch hat er viele Ängste, die sich jeden Tag der Wartezeit verstärken. Das Warten ist eine große nervliche Belastung. Er fragt uns jeden Tag als Erstes, ob es schon etwas Neues gibt“, berichtet Vater Rudolf S. Nachdem ihr Sohn am 30. Juli in Haft genommen worden war, reisten die in Oberösterreich lebenden Eltern zu ihm. Nach der Enthaftung auf Kaution zog die Familie, wie berichtet, in ein Apartment in Orange County. Für den Aufenthalt außerhalb des Gefängnisses hat das Gericht strenge Auflagen erteilt. So ist Leo auch jeglicher Kontakt mit seiner Freundin verboten. „Er macht sich viele Gedanken, wie es ihr jetzt wohl geht und wie sie mit dem Ganzen fertig wird“, erzählen die besorgten Eltern.

Bewährungshilfe

Keine Neuigkeiten gibt es zum Verfahren selbst. „Unsere Anwälte sind in Gesprächen mit Staatsanwalt“, teilt S. mit. Jederzeit könne man sich an die Kanzlei wenden, etwa wenn es neue Fragen gibt oder Hilfe gebraucht wird. „Wir haben wöchentlich Termine per Telefon und per Skype mit der Bewährungshelferin. Diese absolvieren wir im Beisein der Anwälte. Wir haben großes Vertrauen in ihr Wissen und ihre Erfahrung, den Fall zu einem guten Ende zu bringen“, schildert der Vater.

Mit den Gedanken sind die Mühlviertler oft dankbar mit der Heimat verbunden. Dort sichert ein Spendenkonto ( Raiffeisenbank Mitterkirchen, IBAN: AT 31 3477 7000 0082 6727) die hohen Verfahrenskosten. „Einen Großteil können wir sicher mit dem Spendenkonto der Gemeinde Mitterkirchen abdecken. Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben“, sagt Rudolf S.