Schlechter Scherz: 17-Jähriger verfolgte mit Messer Spaziergänger (Symbolbild)

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Chronik Oberösterreich
10/28/2019

Vermummter wollte mit gezücktem Messer Passanten schrecken

Jugendlicher unter Drogeneinfluss verfolgte in Park bei Wels Spaziergänger und versetzte sie in Panik.

von Wolfgang Atzenhofer

„Ich war ein ,Prank’ (engl. für „Streich“) und wollte die Leute nur erschrecken.“ So verteidigte sich ein 17-jähriger Bursch am Sonntagabend vor der Polizei in Wels. Zuvor hatte der Jugendliche aus dem Bezirk Vöcklabruck für eine ganze Serie an Notrufen bei der Polizei gesorgt, weil er in der Ortschaft Rosenau bei Wels in einem Park mit gezücktem Messer Spaziergänger verfolgt hatte.

Die Parkanlage, in der der Bursch sein schauriges Schauspiel abzog, befand sich nahe eines Mehrparteienhauses. Neben dem 30 Zentimeter langen Messer, das der Verdächtige in der Hand hielt, war auch seine Erscheinung furchterregend. Der 17-Jährige war mit einer Tarnjacke bekleidet und hatte die Kapuze über den Kopf gezogen. Obwohl es dunkel war, trug er Sonnenbrillen und verhüllte die Mundpartie mit einem Halstuch.

Vorerst sechs Opfer, unter denen sich auch Jugendliche befanden, hatten sich bei der Polizei gemeldet. Den Unbekannten trafen sie alle zufällig und unvermutet im Park. Dann sei er ihnen nachgelaufen und habe dabei mit dem Messer immer wieder das Zustechen angedeutet, beschuldigten sie den Jugendlichen übereinstimmend. Laut Angaben der Polizei wurden sie durch die Handlungen des Beschuldigten in Furcht und Unruhe versetzt, sie mussten sich in Panik in das angrenzende Mehrparteienhaus flüchten.

Ein nach der Festnahme gemachter Drogentest brachte erste Aufschlüsse über das seltsame Verhalten des Verdächtigen. Er verlief positiv auf THC und Amphetamine. Außerdem stellte sich heraus, dass gegen den Verdächtigen ein aufrechtes Waffenverbot besteht. Nach der Einvernahme wurde er nicht mehr aus dem Gewahrsam der Behörden entlassen. Die Staatsanwaltschaft Wels ordnete die Einweisung in die Justizanstalt Wels an.

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