Vater soll in Wels 19-jährige Tochter und sich selbst getötet haben

Absperrband mit der Aufschrift „Polizei“ vor unscharf beleuchteter Straße in der Nacht.
Im Welser Stadtteil Wimpassing starb die junge Frau an "Gewalt gegen den Hals", der Vater an Selbststrangulation; finales Obduktionsergebnis ausständig.

Ein 51-jähriger Mann soll in Wels seine 19-jährige Tochter getötet und anschließend Suizid verübt haben. Die Leichen der beiden wurden im Welser Stadtteil Wimpassing erst nach Wochen gefunden, bestätigte die Polizei Montagfrüh einen entsprechenden Bericht der Krone.

Die Polizei geht davon aus, dass der Mann seine Tochter in deren Wohnung erstickt und sich dann in seiner eigenen, nicht weit entfernt liegenden Bleibe das Leben genommen hat. Der Staatsanwaltschaft Wels liegt allerdings erst ein vorläufiges Obduktionsergebnis vor, deswegen sei man mit endgültigen Schlussfolgerungen auch weiterhin zurückhaltend. "Wir denken in alle Richtungen und warten vor allem noch auf die chemisch-toxikologische Auswertung ab", sagt die Welser Staatsanwältin Kerstin Kutsam.

Bluttat in Wels soll bereits Wochen zurückliegen

Nachdem beide als vermisst gemeldet worden waren, wurden ihre Leichen bereits am 26. Jänner entdeckt. Die Tat dürfte also Wochen zurückliegen.

Der vorläufige Obduktionsbericht halte fest, dass die 19-Jährige an "Gewalt gegen den Hals" und der 51-jährige Vater vermutlich aufgrund von Selbststrangulation verstorben ist: "Das ist kriminalistisch noch nicht endgültig geklärt, aber es deutet vieles darauf hin", so Kutsam. Sie könne bestätigen, dass beide Personen an unterschiedlichen Adressen wohnhaft waren. Die junge Frau habe an einem Gen-Defekt gelitten, sei durch einen Verein betreut und bei der Lebenshilfe tätig gewesen.

Vater und Tochter kamen vor einigen Jahren von Ungarn nach Österreich, die Mutter lebt nach wie vor dort. Abschiedsbrief soll vor Ort keiner gefunden worden sein.