Bischof Manfred Scheuer

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Chronik Oberösterreich
12/25/2019

Urwunsch nach Frieden, Liebe und Geborgenheit

Bischof Manfred Scheuer lud die Obdachlosen zum Essen. Seine Weihnachtspredigt: In Jesus ist Gott Mensch geworden.

von Josef Ertl

Für Bischof Manfred Scheuer begannen die Weihnachtsfeierlichkeiten traditionell mit einem Weihnachtsessen am 24. Dezember zu Mittag mit Obdachlosen in einem Linzer Innenstadtlokal. Auch heuer folgten viele Personen dieser Einladung zu der Feier, die von Obdachlosenseelsorger Helmut Eder seit 2016 organisiert wird. Über die Einrichtungen Wärmestube, VinzenzstüberlOf(f)‘n-Stüberl und die ARGE Obdachlose wird zu dieser mittäglichen Weihnachtsfeier eingeladen. 

Mehr als Jesus? 
 
Am Christtag, 25. Dezember um 10 Uhr feierte der Bischof einen Festgottesdienst, der musikalisch vom Domchor und dem Orchester und SolistInnen der Dommusik gestaltet wurde (W. A. Mozart: Missa in G, KV 140). An den Orgeln spielten Domorganist Wolfgang Kreuzhuber und Gerhard Raab. Musikalische Leitung: Domkapellmeister Josef Habringer.

Sehnsucht nach Liebe

In seiner Predigt ging Scheuer auf den Urwunsch der Menschheit nach Frieden, Liebe und Geborgenheit ein:  "Gott ist in seiner Sehnsucht nach uns Menschen Mensch geworden. Mehr als Jesus von Nazareth haben wir von Gott nicht zu erwarten. Anders als in Jesus Christus wird sich Gott nicht mehr aussagen. Jesus genügt, seine Gnade genügt (2 Kor 12,9), bekommt Paulus in seiner Schwachheit und in seiner Ohnmacht zu hören. Ist damit die Suche nach Glück, nach Gerechtigkeit, Freiheit und Leben schon überflüssig, ist die Sehnsucht nach der Fülle der Zeit schon erledigt? Es wäre ein Gespenst unserer Projektion, wenn wir Jesus beziehungslos, weltfern, zeitenthoben, leibverneinend denken und glauben würden. Jesus hat sich gerade nicht heraus gehalten aus der Zeit, sich nicht entzogen den Ängsten und Abgründen, sich nicht zynisch gezeigt gegenüber den Bedürfnissen der Menschen. Es wäre für Jesus eine Versuchung gewesen, sich die Hände nicht schmutzig zu machen, sich nicht hineinzubegeben in die Sehnsüchte, in die Konflikte und Nöte der konkreten Menschen.” 

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