Uni Linz: Parken wird um 54 Prozent teurer; Studierenvertretung schäumt
Parken an der Linzer Uni wird empfindlich teurer.
Der Ärger bei der Aktionsgemeinschaft Uniteich ist groß: Die heute angekündigte Erhöhung der Parkplatzpreise an der Johannes Kepler Universität Linz ab 1. März 2026 wollen sie so nicht stehen lassen. Diese Preispolitik treffe vor allem Studierende.
Konkret steigt der Preis für ein Tagesticket von 3,70 Euro auf 5,70 Euro – eine Erhöhung um rund 54 Prozent. Das Semesterparkticket verteuert sich von 162,50 Euro auf 195 Euro, was einer Steigerung von 20 Prozent entspricht.
„Diese Preissteigerungen sind für viele Studierende schlicht nicht tragbar“, kritisiert Lilli Huber, Obfrau der AG-Uniteich. „Gerade die Vielzahl an Studierenden, die außerhalb von Linz wohnen, berufstätig sind oder keine realistische Anbindung an den öffentlichen Verkehr haben, werden hier massiv benachteiligt.“
Uni will klimaneutral werden
Die Uni habe hohe Kosten für den großen Parkplatz, zum einen falle eine monatliche Miete an die Bundesimmobiliengesellschaft an, zum anderen seien Winterdienst, Personalkosten und Instandhaltung zu bezahlen. "Die JKU will bis 2030 klimaneutral sein, der größte Block ist hier die Mobilität", erklärt Vize-Rektor Alexander Freischlager. Ein Straßenbahnticket vom Linzer Bahnhof zur Uni und wieder zurück koste mehr als 6 Euro, das Tagesticket für den Parkplatz sei also noch immer günstiger als der Öffi-Verkehr.
Preise sozial gestaffelt
Die Erhöhungen gelten übrigens auch für die Mitarbeitenden der Uni, die sowieso wesentlich mehr für das Parken am Gelände zahlen, die Tarife seien je nach Einkommen gestaffelt, so Freischlager. "Ein Professor zahlt auf diesem Parkplatz mehr als 400 Euro pro Semester." Bei der ÖH gebe es auch einen Fördertopf für Studierende, die Unterstützung bei der Finanzierung ihrer Mobilität brauchen.
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