(Symbolbild)

© APA/LUKAS HUTER

Chronik Oberösterreich
11/21/2021

Stichflamme vor Neuem Linzer Rathaus: Polizei ermittelt

Schwarzer Rußfleck auf Betonwand. Täter geflüchtet. Spekulationen über Motiv.

Eine Stichflamme aus einer Gaskartusche, mit der ein Unbekannter am Freitagabend offenbar die Fassade des Neuen Rathauses in Linz anzünden wollte, gibt Anlass zu Spekulationen über das Motiv. Laut Kronenzeitung (Online-Ausgabe) befürchten Polizei und Politik die Covid-Maßnahmen als Motiv für die Zündelei. Eine Polizeisprecherin sagte zur APA, dass in alle Richtungen ermittelt werde. Der Täter wurde noch nicht ausgeforscht.

Der Unbekannte hatte um 18.15 Uhr die Gaskartusche an der Hausmauer angezündet. „Die dadurch entstandene zwei bis drei Meter hohe Stichflamme konnte sich an der Betonmauer jedoch nicht ausbreiten und wurde von der Feuerwehr schnell gelöscht“, hieß es im Polizeibericht.

Besorgnis

An der Betonmauer entstand ein schwarzer Rußfleck. „Der Täter ist flüchtig“, sagte die Polizeisprecherin. Eine Zeuge habe beobachtet, wie die unbekannte Person weggerannt sein. „Vielleicht war es einfach nur ein Zufall, dass zeitgleich die Freitags-Demo auf der anderen Seite der Nibelungenbrücke stattfand“, wird der Linzer Bürgermeister Klaus Luger in der Zeitung zitiert. Er sei besorgt, dass die wegen des Lockdowns, Impfpflicht & Co. aufgeheizte Stimmung überkochen könne.

Die Polizei ermittelt wie auch nach dem Brandanschlag auf ein Polizeiauto im Linzer Stadtteil Ebelsberg vergangene Woche wegen Sachbeschädigung. In Ebelsberg sollen zwei 16- und ein 20-Jähriger am 14. November ein abgestelltes Polizeiauto mit Benzin übergossen und angezündet haben.

Nach ihrer Ausforschung gestanden sie, dass sie ursprünglich sogar Beamte in einen Hinterhalt locken, attackieren und sogar mit Benzin übergießen und anzünden wollten. Ihr Motiv: Die Beamten hatten die Einhaltung der Corona-Regeln kontrolliert.

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