Shooting-Star Hagen: Mit dem Cello zum Flow

Die 30-Jährige Cellistin Julia Hagen ist zum Shootingstar avanciert. Von Gerlinde Rohrhofer.
Julia Hagen

30 Jahre alt – seit 25 Jahren Cellistin. Die Salzburgerin Julia Hagen, mittlerweile zum Cello-Shootingstar avanciert, übernimmt am 14. April (19.30 Uhr) den Solopart in Antonin Dvoraks berühmtem Violoncellokonzert im Brucknerhaus.

„Bei der Musik von Dvořák breche ich zu einer Reise durch die Gefühlswelt auf, ich horche hinein in die Emotionen der Musik, man bezeichnet diesen Zustand als Flow, wo es nur mehr um den Ausdruck geht“, sagt sie im Gespräch mit dem KURIER.

Nicht die übliche Blockflöte war das Instrument der Fünfjährigen, sondern das Cello. Das kam nicht von ungefähr, ist ihr Vater doch der berühmte Cellist Clemens Hagen. Die Künstlerin studierte am Mozarteum Salzburg und an den Universitäten in Wien und Berlin. Ihr Konzertdebüt als Solistin gab sie im Alter von 14 Jahren im Brucknerhaus Linz, mit 15 gewann sie den Internationalen Cello-Wettbewerb in Liezen. Wie viel Zeit blieb da noch für Kindheit und Jugend? Dazu die Musikerin: „Ich habe eine ganz normale Jugend mit meinen drei Geschwistern und meinen Schulfreundinnen erlebt.“ Was das Üben betraf, hätten damals wegen ihres Talents noch eineinhalb Stunden täglich gereicht, später wurde es natürlich mehr.

Heute auf vielen Bühnen im In- und Ausland präsent, legt Julia Hagen Wert auf eine gute Balance zwischen Privatheit und ihrem Beruf, der nicht nur Solokonzerte, sondern auch Auftritte in Orchester- und Kammerkonzerten sowie Ihre Lehrtätigkeit umfasst. Privat gibt es Familie, Freundschaften, Wanderungen und im Winter Skifahren.

Kommentare