Linz: Fünf Babys wegen RSV-Infektion auf Intensivstation
Babys mussten in Intensivstation behandelt werden (Symbolbild)
Bereits fünf Kinder sind in der vergangenen Woche auf der Kinder-Intensivstation mit einer RSV-Infektion betreut worden, gab das Linzer Kepler Universitätsklinikum (KUK) am Mittwoch in einer Aussendung bekannt.
Vor allem im Säuglingsalter sei die Gefahr durch das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) bedrohlich. Deshalb appellierte die Ärzteschaft, Neugeborene unmittelbar nach der Geburt impfen zu lassen.
Symptome reichen von Trinkschwäche bis hin zu schwerer Atemnot. Krankheitsverläufe seien im ersten halben Lebensjahr besonders schlimm, hieß es. Zu den Intensivpatienten kommen laut KUK noch fünf bis sieben Kinder dazu, die aktuell täglich auf der Normalstation betreut werden.
Die passive Immunisierung wird in Österreich für Neugeborene empfohlen und ist kostenlos im nationalen Impfplan enthalten. Müttern mit erwarteter Risikogeburt empfehle man, dass sie sich selbst ungefähr in der 32. Schwangerschaftswoche impfen lassen, sagte die leitende Oberärztin der Geburtshilfe, Sabine Enengl.
Bei der Impfung werden die Antikörper über den Mutterkuchen an das Baby weitergegeben. Der Gedanke, dass das Immunsystem von Babys zu schwach für die Immunisierung sei, bezeichnet Oberärztin Natascha Wagner von der Neonatologie als weitverbreiteten Mythos und verweist auf die Praxis der altersgerechten Impfung.
Der Nestschutz sei ebenfalls gewährleistet, wenn Mütter mehr als zwei Wochen vor der Geburt eine RSV-Impfung erhalten haben.
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