Chronik | Oberösterreich
13.01.2019

Pühringer gab Luger seine Linke

Neujahrsempfang des Bürgermeisters. Linz wächst und wächst, es wird derzeit an 7000 Wohnungen gearbeitet.

„Ich muss Ihnen heute meine Linke geben, aber das wird Sie nicht stören“, begrüßte Josef Pühringer mit einem Anflug von Sarkasmus Klaus Luger beim traditionellen Neujahrsempfang des Linzer Bürgermeisters. Der Altlandeshauptmann hatte sich beim Skifahren die rechte Schulter verletzt und ist daher am rechten Arm gehandicapt. Deshalb muss er momentan seine linke Hand zum Gruß reichen.

Hunderte Gästen waren Donnerstagabend in das Alte Rathaus gekommen. Die Stimmung war wie jedes Jahr sehr gut, ist es doch ein angenehmes Stell-Dich-Ein zu Jahresbeginn. Luger vermied es auch, in seiner Rede den Konflikt mit dem Land über die Finanzströme anzusprechen. Die Bürgermeister nützen traditionell den Empfang, um einen Überblick über die Veränderungen in der 100 Quadratkilometer großen Stadt zu geben. In Linz würde derzeit an rund 7000 Wohnungen gearbeitet, 115.000 Wohnungen gebe es derzeit, sagte er. Neue Wohngebiete seien vor allem Öd und die Kaserne Ebelsberg. Es müsse auch in die Höhe gebaut werden. Es gebe 210.000 Arbeitsplätze in 12.500 Firmen, von denen die Hälfte Ein-Personen-Unternehmen seien. Linz biete die beste Kinderbetreuung österreichweit, sie sei ganztägig und ganzjährig gewährleistet.Weiters gebe es zehn Seniorenheime und 2000 Pflegeplätze.

Linz ist in den vergangenen zehn Jahren von 190.000 auf 210.000 Einwohner gestiegen, „der Zuwachs ist größer als die burgenländische Landeshauptstadt Einwohner hat“. Lugers Lieblingsprojekt ist die Tabakfabrik mit der Strada del Startup. Unter den Gästen: Altbürgermeister Franz Dobusch, Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner, die Landesräte Birgit Gerstorfer, Günter Steinkellner, Markus Achleitner, von den Grünen Maria Buchmayr, Klubobmann Gottfried Hirz und Severin Mayr, Altbischof Maximilian Aichern und Arbeiterkammerpräsident Johann Kalliauer.