Sanddornfruchtfleischöl eignet sich für Salben und Cremen.

© Ursula Asamer

Chronik Oberösterreich
10/25/2021

Oktoberschätze von unseren Bäumen

Sanddornbeeren sind voller Vitamine. Sie zeichnen sich durch lange Haltbarkeit aus.

von Ursula Asamer

Im Vollherbst finden wir noch einige wertvolle Naturschätze zum Verwerten.

Die Samen des Drüsigen Springkrauts können etwa roh verzehrt werden, leicht geröstet schmecken sie noch intensiver. In einer Gewürzmühle aufbewahrt und frisch gemahlen, dienen sie als Würze für die feine Wildkräuterküche.

Maroni und Esskastanien ernten wir von zwei unterschiedlichen Bäumen, die Verwendung der Früchte gleicht sich aber.

Zeit des Sanddorns

Es ist aber auch die Zeit des Sanddorns, der seine Vitamin C reichen Früchte anbietet. Darin sind neben Vitamin B12 auch andere B Vitamine reichlich vorhanden, zudem findet sich Flavonoide in den Beeren.

Innerlich erfreut der Sanddornsaft mit seinem sauren Geschmack nicht nur den Gaumen, seine antioxidative Wirkung stärkt das Immunsystem.

Für Körper und Geist

Die Beeren sind vor allem eine beliebte Zutat zu Marmeladen, Gelees, Smoothies, Likören und Honig.

Praktisch ist, dass sich die Beeren durch lange Haltbarkeit auszeichnen, denn sie konservieren sich aufgrund des hohen Vitamin C Gehaltes selbst.

Sanddornbeeren frisch verlesen in Honig eingelegt passen zu Fisch und Käse und sind farblich ein Hingucker auf dem Teller. Sanddornfrüchte mit Kürbis und Karotten oder mit Marille verarbeitet, sind ebenso kulinarische Herbsthighlights. Auch die Blätter des Sanddorns sind frisch oder getrocknet als Speise- und Brotgewürz geeignet, in Apfelessig ausgezogen ergeben sie einen besonderen Gewürzessig. Als Teekraut wirken die Blätter beruhigend.

Sanddornblättertee frisch zubereitet kann als Waschung bei unreiner Haut angewendet werden, er wirkt zusammenziehend und entzündungshemmend. Gegen Aknehaut kann auch verdünnter Sanddornessig angewendet werden. Dieser eignet sich zudem als Haarspülung gegen Schuppen.

Spirituell

Rindenteile in Essig angesetzt und für 14 Tage ausgezogen, vertreiben – in Sprühflaschen abgefüllt – Fliegen und andere Plagegeister.

Sanddornöl und Sanddornfruchtfleischöl eigen sich als Basisöle für Salben und Cremen. Letzteres regeneriert die Haut und hilft unter anderem vorbeugend bei Strahlenbehandlungen. Aber Vorsicht, das reine Fruchtfleischöl kann Wäsche orange färben.

Als spirituelle Räucherung hilft Sanddorn Entscheidungen herbeizuführen, die auf die lange Bank geschoben wurden.

Ursula Asamer ist Kräuterpädagogin und Natur- und Landschaftspflegerin.

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