Chronik | Oberösterreich
01.04.2018

ÖGB floriert: 243.192 Mitglieder

Kalliauer: Strukturwandel betrifft auch die Arbeitnehmer

Zuwächse. „Es ist sehr erfreulich, dass wir im vergangenen Jahr wieder ein leichtes Plus von 0,2 Prozent verzeichnen konnten“, sagt Arbeiterkammerpräsident Johann Kalliauer, der auch Vorsitzender des ÖGB OÖ ist. 243.192 Arbeitnehmer waren Ende 2017 Gewerkschaftsmitglied.

Nach der ÖGB-Krise vor 15 Jahren ist nun die Mitgliederanzahl sieben Jahre hintereinander gestiegen. „Den Leuten ist klar, wer an ihrer Seite steht“, sagt Kalliauer, der die „gute Arbeit der Betriebsrätinnen und Betriebsräte“ würdigt. Das sehe man auch daran, dass 90 Prozent der Streitfälle mit Arbeitgebern in Unternehmen stattfänden, wo es keinen Betriebsrat gebe.

ÖGB-Sekretär Walter Haberl hält die Betriebsräte auch deshalb für so wichtig, weil sie Voraus setzung für Sozialpläne

bei Betriebsschließungen sind. 2016 wurden 19 Sozialpläne verhandelt, 2017 16. Haberl kritisiert die Kürzungen beim AMS und die Einstellung der Aktion 20.000 für die über 50-Jährigen durch die Regierung. „Wir haben als Österreich noch so viele Mittel, dass wir sagen können, niemand fällt durch.“