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Chronik Oberösterreich
07/31/2020

Obstbau in OÖ: 95-prozentige Ausfälle bei Marillenernte

Durchwachsener Sommer freute Getreide- und Grünlandbauern. Gemüseproduzenten bekamen nur zehn Prozent ihrer Ernte.

Nicht Trockenheit und Hitze, sondern Hagel und Frost haben der Landwirtschaft in Oberösterreich heuer zugesetzt. Mit der Getreideernte ist man sehr zufrieden, im Obstbau waren hingegen Schäden bis hin zu 95-prozentigen Ausfällen etwa bei der Marille zu beklagen. Die Gemüsebauern wiederum hatten mit der Erntearbeiter-Situation zu kämpfen.

Der Schaden durch Frost und Hagel wird bundeslandweit bisher auf 15 Mio. Euro geschätzt, berichtete Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger in einer Pressekonferenz mit dem scheidenden Pflanzenbaudirektor Christian Krumphuber und dessen Nachfolger Helmut Feitzlmayr am Freitag.

Zufriedene Erträge bei Mais und Sojabohne

Etwa die Hälfte davon entfällt auf den Obstbau. Der Hagel in dieser Woche hat hingegen vor allem erntereifes Getreide, Mais und Grünland betroffen und dürfte sich mit einem Schaden von 2,5 Mio. Euro zu Buche schlagen.

Gut lief es beim Ölkürbis, der in OÖ immer mehr angebaut wird. Die Zuckerrübenfläche stieg ebenfalls, sie ist entgegen dem Bundestrend um ein Sechstel auf über 6.200 Hektar gewachsen.

Während in Ostösterreich die Zuckerrübenbauern mit starkem Schädlingsbefall zu kämpfen hatten, rechnet man in Oberösterreich mit guten Erträgen. Das Bundesland könnte heuer fast ein Drittel der bundesweiten Zuckerrübenernte einfahren, rechnete Krumphuber vor. Auch bei Mais und Sojabohne ist man zufrieden.

Kirsche zu 60 Prozent ausgefallen

Im Grünland sei es ein „Jahr der Entspannung“ gewesen, schilderte Feitzlmayr. Der durchwachsene Sommer brachte überraschend gute Erträge.

Ganz schlechte Nachrichten gebe es vom Obstbau, berichtete Feitzlmayr. Kirsche sei frostbedingt zu 60 Prozent ausgefallen, Marille gar zu 95 Prozent. Beim Apfel seien auf 330 von 450 Hektar mindestens 70 Prozent der Blüte zerstört worden, die Birne hat sich leichter getan.

Da dies auch für das Streuobst gilt, „werden wir heuer eher liebliche Möste genießen“, mit mehr Birnenanteil, prognostizierte der neue Pflanzenbaudirektor. Gut davongekommen sind nur die Erdbeerbauern. Rund 3 Mio. Kilo der roten Früchte wurden heuer auf den heimischen Feldern gepflückt, Oberösterreich sei damit „Erdbeerland Nummer eins“ in Österreich.

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