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Chronik Oberösterreich
07/19/2021

Nach Unwettern haben in OÖ die Aufräumarbeiten begonnen

An der Donau wurden fallende Wasserstände erwartet. Salzkammergutstraße (B145) bleibt bis voraussichtlich Mittwoch gesperrt.

In Oberösterreich hat nach dem Hochwasser das Aufräumen begonnen. Montagvormittag waren fallende Wasserstände zu erwarten, weil nach Mitternacht keine relevanten Niederschläge gefallen waren und auch in den kommenden Tagen mit keinen mehr zu rechnen war.

Der Höchststand an der Salzach war laut dem Hydrographischen Dienst Oberösterreich bereits Sonntagabend erreicht worden, ebenso am Inn in Schärding. Ähnliche Meldungen kamen von der Donau. Lediglich für Grein im Bezirk Perg wurde noch in den kommenden Stunden ein geringfügiger Anstieg vorhergesagt. In Steyr war alle Pegel der Enns und sowie der Oberlieger stark fallend.

Schlamm

In Schärding, wo mobile Hochwasserschutzelemente und Pumpenanlagen die Überflutung von zwölf Häusern verhindert hatten, waren am Montag noch Verkehrswege gesperrt. Mit den Aufräumungsarbeiten musste noch gewartet werden, bis sich das Wasser zurückgezogen haben würde. Danach müsse es aber schnell gehen, bevor der zurückgelassene Schlamm bei Schönwetter extrem hart und dann nur noch schwer zu entfernen ist, hieß es von der Einsatzleitung.

In mehreren Landesteilen waren noch Hauptverbindungen gesperrt. Die Salzkammergutstraße (B145) im Bezirk Gmunden bleibt nach einem Murenabgang in Traunkirchen im Bezirk Gmunden voraussichtlich bis Mittwoch nicht befahrbar. Dort war am Sonntag eine Autofahrerin trotz einer Totalsperre mit ihrer Familie unterwegs gewesen, bis sie in den Geröllmassen stecken blieb und von der Feuerwehr geborgen werden musste.

Ein 30-jähriger Bergretter, der dort für eine Erkundung durch den Landesgeologen zur Sicherung ein Seilgeländer errichtete, wurde von einem oberhalb abgehenden kopfgroßen Stein getroffen. Er wurde verletzt, musste von seinen Kameraden geborgen und anschließend ins Spital eingeliefert werden. Auch im Stadtgebiet von Steyr sind Wege wegen Steinschlägen und Hangrutschungen bis auf weiteres gesperrt.

Bodenversiegelung

Der oberösterreichische LHStv. Manfred Haimbuchner (FPÖ) warnte davor, sich beim Thema Hochwasser einseitig auf die Folgen des Klimawandels zu versteifen. Es sei selbstverständlich wissenschaftlich unstrittig, dass der Klimawandel inklusive des menschengemachten Anteils daran existiere und dass er schon heute für Extremwetterereignisse verantwortlich zeichne.

Ein Grund für die teils fatalen Folgen von Hochwassern sei jedoch insbesondere auf den immer weiter ansteigenden Anteil von Bodenversiegelungen zurückzuführen. „Hier muss die Politik künftig noch stärker entgegenwirken, um Natur und Umwelt zu schützen“, appellierte er.

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