So voll war das Donauforum der Oberbank noch nie.  Aufsichtsvorsitzende Herta Stockbauer bei ihrer Festrede.

© Oberbank/Eric Krügl

Chronik Oberösterreich
01/13/2019

Nach dem Halleluja kam Basti Kurz

150 Jahre Oberbank: Mehr als 1500 Gäste feierten das Jubiläum. Sebastian Kurz zeitweilig Opfer der Flugausfälle

von Josef Ertl

Er kam zwar mit beinahe zweistündiger Verspätung wegen der schneebedingten Ausfälle von Flügen, doch im Gegensatz zu Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer und Industrie-Präsident Georg Kapsch kam er. Um 21.17 Uhr traf Bundeskanzler Sebastian Kurz ein, er erfrischte sich kurz, marschierte bei der Melodie Hello Dolly im Donauforum ein und betrat nach dem Halleluja die Bühne. Die mehr als 1500 Gästen, die Mittwochabend zur 150-Jahr-Jubiläumsgala der Oberbank gekommen waren, dankten es ihm mit großem Applaus.

Vom Gipfel in Berlin

Er komme gerade vom Wirtschaftsgipfel in Berlin, sagte Kurz, wo Österreichs Wirtschaftswachstum lobend erwähnt worden sei. Beispielhaft für diese Entwicklung seien starke Unternehmen wie die Oberbank, die er als Leuchtturm für die langfristige Entwicklung bezeichnete. Sie habe für Häuslbauer ebenso attraktive Angebote wie für Industrie und Gewerbe, sei darüber hinaus regional wie international breit aufgestellt. Mit Maßnahmen wie das Eindämmen der Schulden, die Arbeitszeitflexibilisierung und die demnächst anstehende Steuerreform sei auch die Politik bestrebt, gute Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen. Anschließend überreichte er gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer das Silbernes Ehrenzeichen der Republik Österreich an Generaldirektor Franz Gasselsberger.

Herta Stockbauer, die Vorsitzende des Aufsichtsrates, zeichnete in ihrer Festrede eine sehr positive Zukunft. „Bei der 175-Jahr-Feier in 25 Jahren wird die Oberbank zu den 200 Top-Banken Europas gehören.“ Die Oberbank stehe für Beharrlichkeit, Kontinuität und Eigenständigkeit. Sie sei Teil der 3-Banken-Gruppe, die der unbändige Wille zur Unabhängigkeit verbinde.

Gasselsberger nannte „Vertrauen und Glaubwürdigkeit“ als die wichtigsten Assets. Stetigkeit sei wichtig, dürfe aber nicht zu Stillstand führen. In den nächsten zehn Jahren würden 400 Führungskräfte in Pension gehen, der Oberbank-Geist sei auf die nächste Generation zu übertragen.

Moderiert wurde der Abend von ORF-Lady Ingrid Thurnher. Zur Zeit der Gründung der Bank am 13.April 1869 habe eine unglaubliche Aufbruchsstimmung geherrscht, erzählte sie. 1955 kam zum Firmenkundengeschäft das Privatkundengeschäft. Der Abend klang mit dem Konzert der Philharmonie Salzburg und des Symphonieorchesters der Bruckner-Universität aus. Die letzten Gäste verließen gegen zwei Uhr früh das Donauforum.