Chronik | Oberösterreich
16.11.2018

Leichenfund im Innviertel: Pole ist ertrunken, Umstände weiter unklar

Der Mann habe noch gelebt, als er ins Wasser gekommen sei. Die Ermittler setzen Hoffnungen in die toxikologische Untersuchung.

Ein 25-jähriger Pole, dessen Leiche am Donnerstag in einem Bach in Neuhofen im Innkreis (Bezirk Ried) gefunden worden war, ist laut Obduktion ertrunken. Es gebe zwar keine Hinweise auf Gewalteinwirkung, wie der Leasingarbeiter in das Gewässer gekommen ist, müsse aber noch geklärt werden, berichtete die Staatsanwaltschaft Ried. Die Ermittler setzen ihre Hoffnungen in die toxikologische Untersuchung.

Der Mann hatte als Leasingarbeiter bei einer Baufirma im Bezirk Ried gearbeitet und in Neuhofen ein Zimmer bewohnt. Mittwochabend war der 25-Jährige noch von Arbeitskollegen lebend gesehen worden. Donnerstagfrüh entdeckten zwei Joggerinnen dann seine Leiche in dem Bach.

Keine Hinweise auf Gewalteinwirkung

Der Mann habe laut Obduktion noch gelebt, als er ins Wasser gekommen sei, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried, Alois Ebner, am Freitag zur APA. Die Gerichtsmediziner in Salzburg hätten aber keine Hinweise auf Gewalteinwirkung - wie etwa Hämatome von einem Schlag - gefunden. Die Leiche habe nur Kratzspuren aufgewiesen, die durch das Gebüsch an Ort und Stelle erklärt werden könnten.

Ein Sturz erscheint den Ermittlern aufgrund des Geländes rund um den flachen Bach jedoch recht unwahrscheinlich. Die Todesumstände bleiben damit weiter unklar. Laut Ebner warte man nun auf das toxikologische Gutachten, dass erst in einigen Tagen vorliegen dürfte. Es soll klären, ob der Mann durch Alkohol, Drogen oder Medikamente beeinträchtigt war. Zudem werden im Umfeld des Polen, der in einem Haus mit mehreren Bauarbeitern ein Zimmer bewohnt hat, Befragungen durchgeführt.