vl. Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer, Claudia Plakolm, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Klubobmann August Wöginger

© Atzenhofer Wolfgang

Chronik Oberösterreich
07/08/2019

Klubchef führt ÖVP-Landesliste an: Wahlkampf für drei Wochen

Oberösterreichs ÖVP schickt August Wöginger als Listenersten in die Wahl. JVP-Obfrau Claudia Plakolm ist auf Platz zwei gereiht.

von Wolfgang Atzenhofer

Nationalratswahl. „So stark werden, dass es an uns vorbei keine andere Koalition geben kann.“ So definierte August Wöginger, der Klubobmann der abgewählten türkis-blauen Bundesregierung, das Ziel der ÖVP für die am 29. September anstehende Nationalratswahl. Wöginger wurde in seinem Heimatbundesland Oberösterreich vom ÖVP-Landesparteivorstand zum Spitzenkandidaten nominiert.

Die JVP-Landesobfrau Claudia Plakolm, die seit 2017 im Nationalrat sitzt, ist an zweiter Stelle gereiht. Auch die nächstgereihten Mandatare Manfred Hofinger, Johanna Jachs und Nikolaus Prinz sind bereits Mitglieder der ÖVP-Parlamentsfraktion. Insgesamt hält die ÖVP in OÖ zehn Nationalratssitze. Ein internes Vorzugsstimmenmodell werde es bei dieser Wahl nicht geben, sagte Landesparteiobmann und Landeshauptmann Thomas Stelzer. Die neue bundesweite Regelung zu den Parteispenden spiele dafür keine Rolle, versicherte er. Angesprochen auf zuletzt kolportierte gute Umfragewerte für die ÖVP sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene, meinte Stelzer: „Es zählt das, was am 29. September von den Wählern abgestimmt wird. Ich gebe aber zu, dass es mir lieber ist, von so einer Basis weg zu starten als von einer niedrigeren. “

Politisch wolle man den Kurs von Ex-Kanzler Sebastian Kurz fortsetzen, kündigte Wöginger an. Über eine mögliche nächste Koalition mit der FPÖ wollte er keine Auskunft geben. Mit dem Hinweis auf eine rot-blaue Allianz, die alles gegen die ÖVP unternehmen werde, ließ Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer auch schon eine Wahlkampfparole anklingen. Obwohl es von der ÖVP den intensiven Wahlkampf nach einer Sommerpause erst drei Wochen vor der Wahl geben werde, kündigte Hattmannsdorfer an.

Wolfgang Atzenhofer