Josef Pühringer

© HERMANN WAKOLBINGER

Chronik Oberösterreich
08/05/2021

Josef Pühringer: „Ich bin wiederauferstanden“

Der ehemalige Landeshauptmann kandidiert für den Gemeinderat in Traun.

von Josef Ertl

Josef Pühringer hat seine Karriere als 24-jähriger Stadtrat in Traun begonnen, nun kandidiert der 71-Jährige auf der ÖVP-Liste erneut in seiner Heimatstadt auf dem 15. Listenplatz. Dort regiert derzeit die SPÖ, die ÖVP hält acht Mandate. Dieser Schritt zeigt, dass Pühringer zeit seines Lebens ein politischer Mensch war und auch bleiben wird.

Gesichtslähmung

Dabei war 2021 das erste Halbjahr für den ehemaligen oberösterreichischen Landeshauptmann (1995 bis 2017) eine Prüfung. „Ich hatte eine Gürtelrose mit Gehirnhautentzündung und Gesichtslähmung, dazu kamen eine Lungenentzündung und später noch ein Darmverschluss. Nach 71 Jahren Gesundheit ist das auf einmal ein bisschen viel, aber es ist wieder alles okay. Ich bin wiederauferstanden, ich bin fast wieder der Alte“, erzählt er dem KURIER. Auch in der Familie gab es Erfreuliches. Vor vier Monaten wurde er Großvater.

Tour durch alle Bezirke

In seiner Funktion als Landesobmann des Seniorenbundes wurde Pühringer vor zwei Wochen bestätigt, einer Organisation mit 80.000 Mitgliedern. Derzeit tourt er durch alle 18 Bezirke des Landes und moderiert Großveranstaltungen seiner Organisation, zu denen stets Hunderte Besucher kommen. Das sind auch gute Auftrittsmöglichkeit für seinen Nachfolger Thomas Stelzer (54), der am 26. September zum ersten Mal als amtierender Landeshauptmann antritt.

Christlich-Sozialer

Josef Pühringer ist ein Christlich-Sozialer, der das auch ernst nimmt. Er ist Obmann der Initiative pro Mariendom, für die er mit Diözesanbischof Manfred Scheuer Spenden für die Sanierung des Linzer Doms gesammelt. Weiters hat er die von Kardinal König gegründete Stiftung pro oriente in Linz zu neuem Leben erweckt.

Kritik an Kurz

Kein Verständnis hat Pühringer für die Chats zwischen Kanzler Kurz und Thomas Schmid gegen die Kirchenführung („bitte Vollgas geben“): „Diese Chats mit den Drohungen Richtung Kirche waren natürlich ein handfester Unsinn, das macht man nicht. Ich bin nur froh, dass man das ausgeredet hat und jetzt wieder eine gute Gesprächsfähigkeit gegeben ist.“

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