Jeden Tag ein bisschen besser machen
Seppy rätselt über vielen besonderen Tage.
Kürzlich war der „Weltfrauentag“. Der ist sehr wichtig, weil daran erinnert wird, dass Frauen und Mädchen etwas Besonderes sind, dass sie Großartiges leisten, auch wenn sie es meist nicht laut hinausschreien.
Dann kommt bald der „Welttag des Puppenspiels“. Schon vor vielen, vielen Jahren haben Menschen mit Puppen gespielt. Auf Dorfplätzen haben kleine hölzerne Gestalten getanzt oder Abenteuer erlebt. Für Kinder kann eine einfache Figur plötzlich alles sein: Prinzessin, Freund oder Beschützer. Puppen haben etwas Magisches. Ich glaube, das ist unser Geheimnis. Wir erinnern die Menschen daran, wie wichtig Geschichten, Fantasie und ein bisschen Zauber im Alltag sind.
Die vielen Welttage
Aber es gibt auch Welttage, die uns an ernste Dinge erinnern. Zum Beispiel gibt’s den „Welttag des Wassers“, der darauf aufmerksam macht, dass nicht überall genug sauberes Wasser verfügbar ist. Oder den „Welttag der seelischen Gesundheit“, den „Tag gegen Kinderarbeit“ und den „Welttag der Straßenkinder“. Solche Tage sind nicht erfunden worden, um zu feiern, sondern damit wir nicht vergessen, dass unsere Welt besser werden kann. Und gerade deshalb brauchen wir auch die fröhlichen Tage.
Vielleicht kann ja jeder von uns jeden Tag ein kleines bisschen besser machen, indem man eine gute Geschichte erzählt, jemanden zum Lachen bringt oder einfach freundlich zueinander ist. Und deshalb erfinde ich jetzt den „Heute-bin-ich-glücklich-Tag“. Das wäre doch ein wunderbarer Welttag, oder?
Christa Koinig ist künstlerische Leiterin des Linzer Puppentheaters.
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