Chronik | Oberösterreich
04.11.2018

Im Kreisverkehr keine Ausfahrt

Satire. Werner Rohrhofer zeichnet in der fiktiven Gemeinde St. Johann am Kreisverkehr satirische Verhältnisse

„Kommt man als Autofahrer zu einem Kreisverkehr, sagt das Navi, welche Ausfahrt man nehmen soll. Was aber, wenn das Navi warnt: Im Kreisverkehr keine Ausfahrt nehmen!“? Dann kurvt man einige Zeit herum, bis man sich doch für eine Ausfahrt entscheidet – und in St. Johann am Kreisverkehr landet. Jener kleinen Welt, in der Österreich seine Probe hält.“ Mit diesen Worten führt Werner Rohrhofer in sein neues Buch „Im Kreisverkehr keine Ausfahrt nehmen!“ ein.

Es handelt sich um Satiren in Rot-Weiß-Rot. Die fiktive Gemeinde St. Johann im Kreisverkehr ist Klein-Österreich. Was dort passiert, ist ein Abbild österreichischer Verhältnisse.

Rohrhofer, inzwischen 69 Jahre jung, früher Chefredakteur und Journalist, hat damit sein 13. Buch geschrieben. Die Satirensammlung ist auch die Grundlage für die Auftritte gemeinsam mit seiner Frau Gerlinde. „Das sind szenische bzw. kabarettistische Lesungen. Wir gestalten die verschiedenen Themen. In Verbindung mit den beiden Musikern Charly Schmidt (Saxofon und Flöte) und Konstantin Handl (Keyboard).“

Die Erstpräsentation war im Bildungshaus St. Magdalena, die nächsten Termine sind am 11. November um 19.30 Uhr im Linzer Café Traxlmayr und Anfang Dezember im Jägermayrhof. Zum Teil handelt es sich um Charity-Veranstaltungen. So ging der Reinerlös vom Auftritt im Linzer Winklermarkt an Witzanys Waisenkinderprojekt in Bolivien. „Ich mache das ganz gerne, weil ich das Glück habe, von dem nicht leben zu müssen.“

Rohrschreiber produziert seit Jahren auch Nummern für das jeweils aktuelle Programm im Wiener Traditionskabarett Simpl. „Das Schreiben solcher Sachen war immer schon ein Hobby von mir.“ Weiters verfasst er Stücke für das Theater in der Innenstadt in der Linzer Museumsstraße. Das Einhalten fixer Schreibzeiten jeweils am Vormittag und am Nachmittag sind ihm disziplinarische Stütze.