Chronik | Oberösterreich
25.06.2018

Finanzpaket des Bundes für „Zeitenwende“ im Öffi-Verkehr

2020 soll Bund einen Sonderfinanztopf für öffentliche Verkehrsprojekte außerhalb von Wien einrichten, berichtet FPÖ-Landesrat Steinkellner.

Linz.Im Bestreben den fast täglichen Kollaps im Verkehrsballungsraum Linz durch neue öffentliche Verkehrsangebote zu entlasten, setzt OÖs Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) auf seinen Parteifreund, Verkehrsminister Norbert Hofer. Der werde ab 2020 über den „Wiener Tellerrand“ hinaus denken, verkündet Steinkellner. Über einen Sonderfinanztopf des Bundes sollen öffentliche Verkehrsprojekte in Ballungsräumen außerhalb Wiens vergeben werden.

Mit dieser Auskunft über erste Verhandlungsergebnisse mit Hofer will Steinkellner Druck aus der aktuellen Debatte um den zögerlichen Öffi-Ausbau im Linzer Raum nehmen. Hier steht die Politik ja auch wegen der überhöhten Luftemissionsgrenzwerte der EU gehörig unter Dampf.

RH-Kritik

Zudem hat der oö. Landesrechnungshof das große Linzer Zukunftsprojekt massiv hinterfragt. Die „Zweite Schienenachse“, die von Urfahr, über die in Bau befindliche neue Donaubrücke , bis zum Linzer Hauptbahnhof führen und auch die Mühlkreisbahn durchbinden soll, müsste noch einmal durchgerechnet werden, fordert der LRH. Die Prüfer bezweifeln die Effizienz der Investition von 300 Mio. Euro, wovon das Land OÖ 135 zahlen soll. Die LHR-Prüfer befürchten sogar, dass dieser Anteil auf mehr als 175 Mio. € anwachsen könnte.

Steinkellner rückt von den Plänen nicht ab und kündigte eine „ Zeitenwende“ punkto Bundesunterstützung an. Zugleich nennt er die Mühlkreisbahn, die geplante 17 Kilometer lange Regiotram Gallneukirchen/Pregarten sowie kleinere Straßenbahn- und Zugverbindungen im Linzer Westen als Projekte, die er mit dem Bund verhandle.

Wolfgang Atzenhofer