Chronik | Oberösterreich
10.04.2018

Eingreiftruppe gegen Verkehrs-Chaos

Asfing bringt sogenannte Traffic Manager, Stauzeiten im Großraum Linz sollen verkürzt werden

Sie sind mit Blaulicht auf den Autobahnen unterwegs. Und sie versuchen, Unfallstellen oder Pannen so schnell wie möglich abzusichern und Hilfe zu organisieren. Die Asfinag wird ihre im Raum Wien bewährte Traffic-Manager-Truppe ab Mitte April auch im Großraum Linz zum Einsatz bringen.

Mit dem neuen zwölfköpfigen Ersthelfertrupp, in dem sich auch die erste Traffic-Managerin Österreichs befindet, soll gegen das regelmäßige Stauchaos in Linz und Umgebung angekämpft werden. Profi-Helfer, wie sie wie sie die Asfinag in Wien seit Anfang 2013 einsetzt, sind als Serviceeinheit und schnelle Eingreiftruppe konzipiert. Sie sollen rund um die Uhr den ins Stocken gekommenen Verkehr möglichst rasch flüssig machen.

Das Wichtigste nach Unfällen oder bei Pannen sei die Erstabsicherung. „Das wird von den betroffenen Verkehrsteilnehmern sehr geschätzt. Wir haben schon viele Dankesschreiben bekommen“, versichert der Chef der Asfinag Service GmbH, Josef Fiala.

Durchschnittlich elf Mal pro Tag werden die Helfer in Wien zum Einsatz beordert. 1500 Unfälle und 1600 Pannen kämen im Jahresschnitt zusammen, sagt Fiala. Durch die Dokumentation von mittlerweile rund 12.000 Einsätzen sei auch der Nutzen für das Verkehrsgeschehen erkennbar. Im Vergleich zum Start im Jahr 2013 habe sich die Dauer der Pannen- oder Unfallbeseitigung und damit der Stau um fünf bis neun Minuten verkürzt. Fiala: „Bei 200.000 täglichen Fahrzeugen auf der Wiener Tangente ist das sehr positiv spürbar“.

Baustellen

I n Linz zähle man auf der A7 zwar nur rund 100.000 Autos täglich, doch die neue Truppe sei ein nächster Mosaikstein, um die Verkehrsflut bewältigen zu können, sagt Oberösterreichs Verkehrslandesrat Günther Steinkellner, FPÖ. Vor allem bei den rund eine Milliarde Euro schweren Straßenprojekten, die in Linz anstehen, sollten die Traffic Manager für den Tagesverkehr wertvolle Dienste leisten, glaubt der Landesrat. Und

er verweist auf die Bybass-Brücken zur Voest-Brücke über die Donau oder die A26

(Westring).

Mit einem Einsatzgebiet von 100 Autobahnkilometern in Linz und im oö. Zentralraum werden die neuen Asfinag-Helfer im Schichtbetrieb rund um die Uhr im Dienst stehen. Koordiniert werden sie von der Asfinag-Verkehrszentale in Wels aus. Aktiv eingreifen sollen sie auf der A1, der Linzer A7, der Innkreisautobahn A8 zwischen dem Voralpenkreuz und Wels, sowie auf der A25 zwischen Haid und Wels.

Im Einsatz ist es den Traffic Managern erlaubt, sich mit Blaulicht durch oft nicht recht durchlässige Rettungsgassen zu wühlen. Nicht zu ihren Aufgaben gehöre es aber, Autolenker, die dabei den Weg versperren bei der Polizei anzuzeigen, erklärt Geschäftsführer Fiala.