Dreispuriger Autobahnausbau in der Warteschleife
Zusammenfassung
Die Innkreisautobahn ist überlastet.
Von Karl Leitner. Oberösterreichs Autofahrer müssen weiter auf einen dreispurigen Ausbau der am stärksten befahrenen Autobahnen im Bundesland warten – das sind der A7-Autobahnzubringer von Linz/Bindermichl nach Ansfelden und die A8 Innkreisautobahn sowie die A1 von Sattledt nach Regau.
Die möglichen Fahrstreifenerweiterungen seien „aktuell nicht in der Mittelfristplanung bzw. im Bauprogramm der Asfinag enthalten“, heißt es dazu aus dem Büro von Infrastrukturminister Peter Hanke. Derzeit befinde sich das Verkehrsmodell Österreich 2040, das „eine wesentliche Planungsgrundlage darstellt“ in Ausarbeitung. Im KURIER-Gespräch versichert Hanke, dass eine Entscheidung, ob die genannten Lückenschlüsse in Oberösterreich in das Verkehrsmodell aufgenommen werden, heuer noch fallen werde. Hanke: „Natürlich ist auch die Asfinag hier aufgefordert, abzuklären, inwiefern hier ein weiterer Ausbau möglich ist.“
Bindermichl-Stau
Für Verkehrslandesrat Günther Steinkellner, der sich bei den drei Strecken bereits mehrmals für die Erweiterung auf drei Spuren eingesetzt hat, ist klar: „Die Autobahnauffahrt und der Pannenstreifen vom Bindermichl zur A1 kann man vorgezogen erweitern, wenn die Pannenstreifenfreigabe von der UVP-Prüfung befreit wird. Ich habe auch beim letzten Treffen mit dem Minister diese Anliegen wiederum bekräftigt“, so Steinkellner zum KURIER. Er sieht das Teilstück der A7 vom Bindermichl nach Ansfelden auch im Kontext der schon länger geforderten Linzer-Ostumfahrung. „Wenn die tschechische Autobahn nach Wullowitz 2027 fertiggestellt sein wird, rechnen wir mit einer Zunahme des Durchzugverkehrs und das führt dazu, dass sich alles am Bindermichl trifft.“
Innkreisautobahn
Ebenso wichtig sei die Erweiterung der A8-Innkreisautobahn auf drei Spuren: „Wir haben in Suben 3 Millionen Lkw pro Jahr, in Krenglbach sind es 4 Millionen. Die Brennerautobahn hat im Vergleich dazu 2,5 Millionen Lkw.“ Die „Dreistreifigkeit sei „ganz wichtig, um das Überholen der Lkw steuern zu können.“ Für Steinkellner ist das keine Kostenfrage: „Da wäre nur eine Rechtsänderung des Bundes notwendig. Ich glaube nicht, dass es da irgendein Finanzierungsthema gibt.“
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