Blues Brothers und Sister Act

Turbulente Adaption der berühmten Musicals im Theater in der Innenstadt. Ein energiegeladener Musikabend mit Hits.
Bluesbrothers

Wer kennt sie nicht, die Musicals „Blues Brothers“ und „Sister Act“. Jetzt sind die liebenswerten Kleinkriminellen und die selbstbewussten Nonnen in Linz gelandet, genauer gesagt im Theater in der Innenstadt in der Museumstraße. 

Die amerikanische Filmkomödie „Blues Brothers“ stammt von John Landis aus dem Jahr 1980. Als die beiden Blues-Brüder wurden John Belushi und Dan Aykroyd berühmt, Letzterer verfasste gemeinsam mit Regisseur Landis auch das Drehbuch. „Sister Act“ ist eine amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1992, in deren Mittelpunkt ein Nonnenkloster steht und die Mafia für jede Menge Turbulenzen sorgt. Die Hauptrolle spielte Whoopi Goldberg. In der Adaption im Theater in der Innenstadt wird das Blues-Brother-Thema dramaturgisch und musikalisch mit Sister-Act-Elementen verbunden.

Angenehme Tage bei den Nonnen

 Die Brüder Jake und Elwood haben ihre Zeit im Knast verbüßt, müssen aber noch ein halbes Jahr Sozialdienst absolvieren. Um nicht Leichen waschen oder in einem Affenzoo tätig sein zu müssen, entscheiden sie sich für eine kirchliche Einrichtung. In der Hoffnung auf „angenehme Tage bei stillen, frommen Nonnen“ treten sie zum Dienst im Kloster „Holy Heart of Jesus“ an. Die Schwestern dort erweisen sich jedoch als resolut und selbstbewusst, vor allem aber gibt es ein Problem: Das Kloster soll verkauft werden und die Mafia will dort ein Einkaufszentrum errichten. Der Gangster Morricone hat von der „Mafia-Bossin“ den Auftrag, diesen Deal abzuwickeln.

Das Kloster retten

Um das Kloster zu retten, hecken die Blues Brothers einen kuriosen Plan aus. Sie „leihen“ sich aus der Gruft die Hand einer verblichenen Schwester und machen daraus die Reliquie „Hand Yumas, des ersten Amerikaners, der getauft wurde“. Ein Kloster mit einer derart wichtigen Reliquie darf nicht geschlossen werden, so die Überlegung. Tatsächlich können die Blues Brothers den Bischof Greenshot überzeugen, das Kloster nicht zu schließen.

Erpresserbrief

In der Folge taucht allerdings ein anonymer Erpresserbrief auf – entweder es werden 5.000 Dollar bezahlt oder der Schwindel mit Yumas Hand fliegt auf. Um die 5.000 Dollar aufzutreiben, veranstalten die Blues Brothers gemeinsam mit den Nonnen ein Konzert. Turbulenzen und unerwartete Zwischenfälle, „gefährliche“ Szenen mit dem Mafioso Morricone und schließlich überraschende Wendungen dominieren das Geschehen bis es zum Happy End kommt. So weit das Stück des Linzer Autors Werner Rohrhofer.

20 Songs

Die Inszenierung im Theater in der Innenstadt besorgte Nik Raspotnik mit typischer Ausstattung und mit Accessoires, die man aus den Verfilmungen kennt bis hin zu den dunklen Sonnenbrillen von Jake und Elwood. Rund 20 Songs wurden eingebaut. Dazu Raspotnik: „Es handelt sich um kein klassisches Musical, vielmehr haben wir versucht, einen energiegeladenen Musikabend in Szene zu setzen, unterhaltsam und mit Hits am laufenden Band.“ Das Ungewöhnliche an dieser Produktion sei, so betonen die Theatermacher, „dass gewissermaßen Konzertfeeling auf Theater trifft“.

Kommentare