Bad Leonfeldens Sturm ist nicht aufzuhalten
Bad Leonfelden: Meister und Landescup-Sieger
Fußball-Oberösterreich hat eine neue erste Adresse: Badweg 7, 4190 Bad Leonfelden.
Dort, im Sport- und Freizentrum der Mühlviertler Stadtgemeinde, hat der frischgebackene Landesmeister SU Vortuna Bad Leonfelden seine Heimstätte. Und dort vernascht er regelmäßig die Gegner, wie etwa am vergangenen Wochenende beim 5:1 gegen die Vöcklamarkter. Der beste Sturm der Liga sicherte den Meistertitel in der OÖ-Liga.
Und weil damit nicht genug, holten sich die Leonfeldener auch noch den Liga-Cup. Im Finale wurde SPG SV Lugstein Cabs Friedburg/Pöndorf mit 5:0 vom Platz geschossen. Als Meister muss Leonfelden in die neue Regionalliga Nord aufsteigen, die von je acht Klubs aus Oberösterreich und Salzburg gebildet werden soll. Das soll kürzere Wege bringen als bisher, wo es nach Kärnten und in die Steiermark ging. Vom oberen Mühlviertel nach St. Johann im Pongau oder nach Saalfelden ist es allerdings auch nicht gerade ein Katzensprung.
Vorwärts schwächelte
Deshalb wurde in Bad Leonfelden schon vor Monaten beschlossen, dass man als Zweiter keinesfalls aufsteigen werde. Damals war Vorwärts Steyr Tabellenführer, das in der Schlussphase jedoch arg schwächelte. Die Mühlviertler hätten es sich leicht machen und in den letzten Runden ebenfalls dort und da Punkte liegenlassen können. „Das ist nicht unser Anspruch, man muss sich in die Augen schauen können“, plädiert Obmann Josef Wiesinger für Sportsgeist: „Es ist, wie es ist. Wir steigen auf und freuen uns auf die Aufgabe.“
Es begann 2014/’15
Der schnurgerade Aufstieg in lichte Höhen begann mit dem Meistertitel 2014/’15 in der 2. Klasse Nord. „Das muss erst einer schaffen“, sagt der Obmann stolz. „In zwölf Jahren von der letzten Klasse in die Regionalliga!“ Das Kunststück wird ausgiebig gefeiert und soll am Wochenende in einer großen Triple-Party gipfeln. Die 1b-Mannschaft steht in der 1. Klasse Nord ebenfalls vor dem Titel und kann heute den Aufstieg in die Bezirksliga fix machen.
Zur Bündelung der Kräfte geht der Neo-Drittligist eine Spielgemeinschaft mit SU Intersport Pötscher Schenkenfelden ein. Dadurch werde es künftig für jedes Leistungsniveau ein attraktives Angebot geben, begründen Obmann Wiesinger und Kollegin Monika Gossenreiter die Kooperation der Nachbarn. Neben Synergien in der Infrastruktur würden die Lasten ehrenamtlicher Arbeit breiter verteilt.
Durkovic schoss 222 Tore
Im Süden des Bundeslandes hat sich ebenfalls Großartiges zugetragen: Rudi Durkovic, hat zum 2:0-Heimsieg des SV Zebau Bad Ischl gegen Union Stampfl-Bau Ostermiething den ersten Treffer beigesteuert. Das Besondere: Es war sein 222. Tor für seinen Klub, damit ist der 37-jährige Mittelstürmer alleiniger Rekordhalter in der OÖ-Liga. Er hat Matthias Roidinger, der zuletzt für Grün-Weiß Micheldorf gekickt hat, als Führenden in der ewigen Torschützenliste abgelöst.
Bester Torschütze in der aktuellen Saison ist allerdings – wie könnte es andres sein – ein Stürmer aus Bad Leonfelden: David Radouch (33) hielt eine Runde vor Schluss bei 32 Treffern, doppelt so vielen wie Rekordmann Durkovic.
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