Aus der Tanzlehrerin wurde eine Wirtin
Johann senior, Anna und ihr Bruder Johann jun. Neuhauser
Anna Neuhauser-Ridler ist Quereinsteigerin, die in ihrer bunten beruflichen Laufbahn Salsa-Tanzlehrerin in Köln war und auch eine akademische Ausbildung zur Sozialarbeiterin absolviert hat. Im April 2025 hat sie nach vielen Jahren im Ausland den elterlichen Betrieb, das Gasthaus Neuhauser in Wartberg an der Krems (Bez. Kirchdorf), übernommen. „Wir konnten uns alle nicht vorstellen, dass das Wirtshaus aufhört. Darum führe ich jetzt das Wirtshaus mit meinem Bruder Johannes, der auch ausgebildeter Gastronom ist,“ so die Neo-Wirtin, die das Gasthaus jetzt in vierter Generation mit einem kreativen Konzept weiterführt.
Hausmannskost
Von Montag bis Donnerstag gibt es ein Mittagsbuffet, das täglich wechselnde, frisch gekochte Hausmannskost bietet. Am Donnerstagabend und Sonntag steht Gästen ein vielfältiges À-la-carte-Menü zur Auswahl. An einem Dienstag zum Frühlingsbeginn stehen am Mittagsbuffet drei Menüs (à 11,90 €) zur Auswahl bereit, immer mit der Möglichkeit, den Teller ein weiteres Mal anzufüllen oder eine Kostprobe von anderen Speisen zu nehmen.
Das Wiener Schnitzerl.
Wiener Schnitzel vom Kremstalschwein mit Petersilkartoffeln, Käsespätzle oder ein Gemüse-Currygericht mit Reis stehen bereit. Dazu gibt es eine klare Rindssuppe mit Frittaten oder Nudeln und Salat vom Buffet. Bei der À-la-carte-Menüauswahl vom Donnerstagabend und am Sonntag wird gerne der Hausburger mit faschiertem Laibchen oder pulled Chicken vom örtlichen Bauernmarkt mit hausgemachtem Burgerweckerl, Zwiebeln, Gurkerl und Bratkartoffeln (16,50 €) gewählt. Auch das Frühlings-Cordon-bleu vom Schwein (16,50 €) gefüllt mit Bärlauch, Schinken und Käse mit Petersilerdäpfeln und Salatteller und die Rindsroulade mit Petersilkartoffeln, Reis und Salatteller (19,90 €) sowie die gebackenen Bio-Wildhendlbruststreifen in Kürbiskernpanade von einem örtlichen Biohof mit Bratkartoffeln auf Salat (18,50 €) werden gerne bestellt.
Das Gasthaus Neuhauser.
Vegetarier können aus mehreren Gerichten wie Kartoffelpuffer mit Gemüse oder Karfiol-Laibchen mit Petersilkartoffeln (je 13 €) wählen. Rohe Kartoffeln werden gerieben und mit Zutaten wie Majoran, Zwiebel und Gewürzen angereichert. Dazu gibt es eine nach Art des Hauses mit Honig-Senf-Dressing marinierten gemischten Salat, in dem sich Rauner, Sellerie-Apfel, Kartoffel, Kraut-Karotten, Gurken befinden.
Slow Food
„Wir wollen das Gegenteil von Fast Food sein, also Slow Food, das jedoch schnell am Tisch ist, Tradition mit einer Portion Zeitgeist“, sagt die Wirtin. „Bei uns hört man den Schnitzelklopfer und von Spätzle und Gnocchi über Puffer bis hin zu den Kaffee-/Teekeksen ist alles hausgemacht.“ Sie versorgt ihre Gäste auch mit hausgemachten Getränken wie „Frisch und Fit“, in dem sich Ingwer, Kurkuma und Zitrone befinden oder Kräuterteemischungen, von anregend bis ausgleichend.
Johannes Neuhauser erinnert an die Geschichte des Hauses, das ursprünglich unter der Herrschaft von Leonstein und als Weißen-Taverne bekannt war. Um 1600 war es schon ein Wirtshaus, seit 1874 ist es im Familienbesitz.
Geöffnet von Sonntag bis Donnerstag.
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