Chronik | Oberösterreich
19.10.2017

Attacke auf Bürgermeister in OÖ: Täter nicht zurechnungsfähig

Der 40-Jährige ist im September mit einer Pistole auf den Dimbacher Ortschef und mit einem Messer auf den Amtsleiter losgegangen.

Ein 40-jähriger Niederösterreicher, der im September eine bewaffnete Attacke auf den Bürgermeister der Mühlviertler Gemeinde Dimbach verübt und dabei den Amtsleiter verletzt haben soll, ist laut einem psychiatrischen Gutachten nicht zurechnungsfähig. Die Linzer Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des ORF Radio Oberösterreich.

Pistole an die Brust gesetzt

Der Mann soll am 6. September den Bürgermeister im Gemeindeamt in Dimbach (Bezirk Perg) mit den Worten "Du hast mich ruiniert" mit Pfefferspray attackiert und ihm eine Pistole an die Brust gesetzt haben. Dem Amtsleiter, der seinem Chef zu Hilfe kam und nach Einschätzung der Polizei Schlimmeres verhinderte, soll er einen Messerstich in den Arm versetzt haben. Danach flüchtete er zu Fuß, am Weg hinaus besprühte er noch eine Angestellte des Gemeindeamtes mit dem Reizgas.

Täter stellte sich der Polizei

Der mutmaßliche Täter stellte sich später der Polizei im nahen Persenbeug im Bezirk Melk in Niederösterreich. Das Motiv für die Tat wird im persönlichen Bereich vermutet. Der Niederösterreicher dürfte den Ortschef für negative Erlebnisse in seinem Leben verantwortlich machen. Der Bürgermeister will aber seit 20 Jahren keinen Kontakt mit ihm gehabt haben.

Gutachten

Laut Staatsanwaltschaftssprecher Philip Christl wurde der Mann von einem Gutachter für nicht zurechnungsfähig befunden und in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht - vorerst bis 18. Dezember. Im Raum steht, dass die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher stellt, über den dann in einem Prozess entschieden werden muss. Sollte es bis 18. Dezember keinen solchen Antrag oder keinen Verhandlungstermin geben, muss erneut über die Verlängerung der Anhaltung entschieden werden, wie es sonst bei der U-Haft der Fall ist.