Rektor Lukas bei der seiner Eröffnungsansprache im LIT Open Innovation Center

© Kepleruni/Röbl

Chronik Oberösterreich
06/09/2019

Airbus fliegt mit Teilen aus zerhackten Kühlschränken

Das LIT Open Innovation Center an der Linzer Kepleruni wurde eröffnet. Der Bau kostete 25 Millionen Euro, Wissenschaft und Industrie arbeiten zusammen.

von Josef Ertl

Die Linzer Kepleruniversität in Dornach-Auhof präsentiert derzeit als Großbaustelle. 80 Millionen Euro werden investiert. Das Somnium, die Aussichtsplattform auf dem TNF-Turm, wurde vor zwei Wochen übergeben, am Mittwoch wurde das LIT Open Innovation Center eröffnet. Es ist das erste Gebäude, das das Linz Institute of Technology (LIT) räumlich greifbar werden lässt. Der Bau kostete 25 Millionen Euro, von der Idee bis zur Fertigstellung dauerte es lediglich zwei Jahre.

 

Bevor es offiziell richtig losging, wurde Mittwoch der Spar Lebensmittelmarkt im LIT eröffnet. Der rund 300 Quadratmeter große Digital Flagship Store lädt mit technologischen Neuerungen zum Ausprobieren ein.

 

Was passiert nun im LIT Open Innovation Center? Die Roboterpsychologin Martina Mara erklärte das bei ihrer Moderation so: „Meine alter Waschmaschine wird zerhäckselt, aus dem Zerhäckselten werden Leichtbauteile produziert, die im Airbus landen , mit dem ich nach Tokyo fliege.“ Es gehe um Prozessautomatisierung in der Kunststofftechnik. Rektor Meinhard Lukas betonte, „hier gestalten wir die technologische Zukunft in der Innovationsstadt Linz“. Bürgermeister Klaus Luger sagte ein „klares Ja zum technologischen Fortschritt, aber die Folgen dürfen nicht zum Zerfall der Gesellschaft führen“. Es stellten sich Fragen nach „verantwortungsbewusster, sozial verträglicher Industrie“.

Luger bedankte sich ausdrücklich beim früheren Landeshauptmannstellvertreter Michael Strugl für sein Engagement in dieser Sache. Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner betonte, das Land gebe für die Universität in den nächsten drei Jahren 40 Millionen Euro aus. Landeshauptmann Thomas Stelzer: „Oberösterreich ist und muss ein weltoffenes Land bleiben, damit wir innovativ bleiben können.“

 

Die Eröffnungsfeier war informativ und auf hohem Niveau, geriet aber mit mehr als zwei Stunden etwas lang. Für Erleichterung sorgten das Kepler Blasorchester, das Universitätsorchester und die Artisten von Stage Arts.