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Chronik Oberösterreich
03/26/2020

A94 verbessert Weg von Linz nach München

Die letzte Klage wurde zurückgezogen, der Ausbau wird Anfang 2021 fortgesetzt

von Petra Stacher

Umweltschützer und Anwohner haben knapp 40 Jahre gegen die Autobahn 94 in Bayern angekämpft. Nun wurde die letzte verbliebene Klage zurückgezogen. Somit ist das Baurecht für den Abschnitt zwischen Pocking und Kirchham gesichert. Dem Ausbau der A94 stehe nun nichts mehr im Weg. Auch Oberösterreich profitiert von dieser Entwicklung, läuft die Autobahn doch entlang der Grenze.

„Mit dem 4-streifigen Neubau der A94 entsteht eine leistungsfähige Anbindung des bayrischen mit dem österreichischen und osteuropäischen Wirtschaftsraum. Ebenfalls wird die Metropolregion München mit der Region Linz besser vernetzt“, sagt Oberösterreichs Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ).

Auch Klemens Steidl, Obmann der Wirtschaftskammer Braunau, ist begeistert: „Mit dieser Verbindung ist man sehr schnell in München. Der Schwerverkehr muss sich damit nicht über Straßen quälen, die nicht für ihn gebaut sind.“

Entlastung von Bundesstraßen

Zudem würde der Ausbau die Situation mit zunehmenden Fahrverboten entschärfen, und auch das „Pulverfass“ B156 sowie die B147 würden entlastet werden. „Der Schwerverkehr kann damit auf der Autobahn bleiben“, sagt Steidl. Was wiederum auch den Anrainern im Innviertel einen Vorteil bringe.

12,5 Kilometer lang ist der Bauabschnitt von Pocking bis nach Kirchham, der im Landkreis Passau verläuft und die Anbindung an die deutsche A3 vorantreiben soll. Laut bayrischem Verkehrsministerium soll Anfang 2021 mit den Hauptbauarbeiten begonnen werden.P. Stacher