Chronik | Oberösterreich
09.09.2018

„2030 sind 13 Prozent E-Autos“

Oberbank-Forum. Automanager diskutierten über die Zukunft der Mobilität

Zwei hochkarätige Automanager lockten Donnerstagabend viele Gäste ins Oberbank-Forum. Generaldirektor Franz Gasselsberger meinte, dass trotz aller Herausforderungen und Fehlentwicklungen die Automobil-Branche weiter ihre dominante Rolle spielen werde. „Sie ist einer der wichtigsten Technologietreiber, die Schlüsselkompetenzen liegen nach wie vor in Europa. Und schließlich gibt es in der Mobilität und in der Nahversorgung keine Alternative zu Pkw und Lkw.“ Alex Greiner, Präsident der OÖ Industriellenvereinigung, unterstrich die Wichtigkeit der Auto-Zulieferer unseres Bundeslandes. Die Konzentration auf E-Mobilität sollte allerdings gleichzeitig die Offenheit für andere Antriebssysteme erlauben, um nicht im Wettbewerb hinter Asien, insbesondere China, entscheidend zurückzufallen. Landeshauptmann Thomas Stelzer zitierte Einstein: „Der Fortschritt geschieht heute so schnell, dass, während jemand eine Sache für gänzlich undurchführbar erklärt, er von einem anderen unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat.“

Ralf Speth, Vorstandsvorsitzender von Jaguar/Landrover, nannte als Ziel seines Unternehmens, nachhaltige smarte Antriebsformen zu entwickeln. Er sieht Jaguar als bei der E-Mobilität. Die Autos der Zukunft werden anders aussehen, sauberer, sicherer und effizienter sein. Staus und Unfälle seien mit Verkehrsmanagement-Systemen in den Griff zu bekommen. Günther Apfalter, President von Magna Europe & Magna Steyr, schätzt das Potenzial von neuen Mobilitätskonzepten wie Shared Mobility, On-Demand oder multimodale Mobilität auf einen Marktwert von 1,7 Billionen Euro. Er prognostizierte für 2030 den Anteil von reinen E-Fahrzeugen auf 13 Prozent. Derzeit sei eine der Achillesfersen die Batterien-Ladedauer von 30 bis 40 Minuten. Bei der vorausgesagten Quote würde bei dieser Ladezeit eine Tankstelle die zehnfache Fläche benötigen.