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Chronik Oberösterreich
02/13/2022

1. Wahldurchgang ohne Ergebnis: Stechen um Bürgermeisteramt in Scharten

Neuwahlen ohne absolute Mehrheit für ÖVP. Vizebürgermeister tritt Ende Februar bei Stichwahl gegen SPÖ-Spitzenkandidatin an.

von Sophie Seeböck

Knapp aber doch verpasste Vizebürgermeister Christian Steiner (ÖVP) am Sonntag die absolute Mehrheit im Rennen um das Bürgermeisteramt in Scharten (Bezirk Eferding): Er kam auf 47,32 Prozent.

Steiner leitet nach dem Rücktritt seines Vorgängers Jürgen Höckner (ÖVP) seit Anfang Oktober die Geschicke in der oberösterreichischen Gemeinde. Dieser musste nur wenige Tage nach seinem Wahlsieg am 26. September (55,4 Prozent) nach einer – nicht rechtskräftigen – Verurteilung wegen Vergewaltigung einer Mitarbeiterin seinen Platz räumen.

Bei den Neuwahlen am Sonntag gingen nun erstmals vier Kandidaten ins Rennen um das Bürgermeisteramt, wodurch bereits im Vorfeld die Wahrscheinlichkeit einer Stichwahl groß war. Zu dieser wird es am 27. Februar kommen, wie nach dem Urnengang nun feststeht. Während die ÖVP Prozentpunkte einbüßen musste, konnte die SPÖ ihr Ergebnis von September halten.

Wahlbeteiligung sank

Ins Stechen zieht die rote Spitzenkandidatin Sabine Ameshofer mit einem Ergebnis von 29,02 Prozent. Aus dem Rennen ist FPÖ-Kandidat Johannes Brandl, der 14,71 Prozent der Stimmen erhielt (September: 15,53). Die Grünen, die erstmals antraten, schafften es unter Herbert Petersdorfer auf 8,95 Prozent.

Mit 68,49 Prozent sank die Wahlbeteiligung gegenüber September deutlich: Damals lag diese bei 82,58 Prozent.

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