Gasflasche explodiert: Stallungen brannten im Weinviertel nieder

Brand Rutzendorf
In Rutzendorf im Bezirk Gänserndorf ist eine Gasflasche explodiert und entfachte einen Brand. Menschen und Tiere wurden nicht verletzt.

"Groß-Enzersdorf B3 Explosion - Gebäude" - so lautete die Alarmierung von acht Feuerwehren im Bezirk Gänserndorf am Donnerstagvormittag. Acht Feuerwehren waren im Einsatz. "Es betrifft ein Wohnhaus in Rutzendorf", informierte Bezirksfeuerwehrkommandant Georg Schicker, der selbst nicht vor Ort war.

Ortsvorsteher Alfred Steininger hat die Lage vor Ort im Blick: "Die Feuerwehren haben gerade zu löschen aufgehört, jetzt wird das Dach aufgemacht, sie werden nach Glutnestern suchen", erzählt er am Vormittag im KURIER-Gespräch.

"Brand hintaus": Wohnhaus ist nicht betroffen

Das Wohnhaus der Familie sei nicht vom Feuer betroffen. "Der Brand ist hintaus", schildert er die  Gegebenheiten. "Hintaus" befinden sich alte Stallungen und Wohnungen. "Dort muss eine kleine Gasflasche explodiert sein", lautet die erste Vermutung. Zwei Personen, die in der Nähe waren, um Holz zu machen, hätten die Feuerwehr alarmiert, nachdem es einen "Knaller gemacht hat".

Brand Rutzendorf

Zuerst war ein lauter Knall, dann brannte der Stall in Rutzendorf. Verletzt wurde niemand.

Als die Feuerwehren eintrafen, standen bereits Flammen aus dem Wirtschaftsgebäude, begleitet von einer starken Rauchentwicklung. Die Löscharbeiten wurden durch die Drehleiter der FF Groß-Enzersdorf unterstützt. Parallel dazu wurden Nachbargebäude geschützt, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

"Es ist zum Glück niemandem etwas passiert", berichtet Steininger, der kurz nach 10 Uhr die Sirene gehört hat. Gleich danach seien die heimische und die umliegenden Feuerwehren gekommen, die Polizei ist ebenfalls vor Ort. "Schaulustige sind auch da. Sowas passiert ja nicht alle Tag." 

Menschen und Tiere sind wohlauf

Die Besitzerin stehe unter Schock, Menschen sind nicht verletzt und auch die Pferde waren bei der Explosion in Sicherheit, weiß der Ortsvorsteher. "Das Gebäude kann man aber nicht mehr retten", so sein Eindruck, dass das Feuer und die Löscharbeiten die Stallungen zerstört haben.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr Rutzendorf standen die Feuerwehren Franzensdorf, Groß-Enzersdorf, Probstdorf, Oberhausen, Glinzendorf, Breitstetten, Leopoldsdorf sowie die Feuerwache Mühlleiten im Einsatz.

Insgesamt waren 81 Feuerwehrmitglieder, darunter 29 Atemschutzgeräteträger, mit 18 Fahrzeugen in Rutzendorf, um den Brand zu löschen. Zusätzlich befanden sich Polizei und Rettungsdienst an der Einsatzstelle.

Das "Brandaus" wurde gegen 15.30 Uhr gegeben. Die FF Rutzendorf übernahm die Brandwache sowie die Nachlöscharbeiten, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Brand Rutzendorf

Brand Rutzendorf

Brand Rutzendorf

Brand Rutzendorf

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