Trauer in NÖ um Pressefotograf Helmut Lackinger

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Der bekannte und geschätzte Melker Fotograf starb Donnerstagabend im 87. Lebensjahr.

Die niederösterreichische Medienwelt trauert um einen ihrer besten Fotografen und um einen großen Menschen. Helmut Lackinger ist am Donnerstagabend nach langer schwerer Krankheit, gepflegt von seiner Gattin Theresa, im 87. Lebensjahr verstorben. Abgegangen ist er, der nimmermüde und immer fröhlich gestimmte Melker, in der Szene aufgrund seiner Leiden schon seit mehreren Jahren, doch sein Tod hinterlässt nun eine große Leere.

Hauptberuflich über Jahrzehnte für die NÖN im Anzeigenverkauf tätig, gehörte seine Leidenschaft der Pressefotografie und dem Sport. Zuerst gepflegtes Tennis und später das Golfen füllten seine Freizeit aus. Wobei die Kamera immer dabei war.

Doyen der Pressefotografen

Als Fotograf nahm er die Rolle des Doyens in der Branche gerne an. Das oft mühsame Parkett der Politik, Sport in allen Variationen und natürlich die gesellschaftlichen Ereignisse – Helmut nahm gerne Aufträge an und lieferte auch für den KURIER die besten Bilder. Auch bei Chronik-Action war er am Auslöser. Etwa beim dramatischen Tod des Bankräubers und Mörders Pumpgun-Ronnie 1988 oder beim Melker Eisenbahnunglück 1993.

Er war ein Meister seines Fachs, nahm Situationen wahr, die anderen gar nicht auffielen. War es fad, inszenierte er seine Bilder selbst, Spaß war immer mit dabei. Und es gab wohl niemanden von den Wichtigen, mit dem er nicht per Du war. Helmut liebte die Fototechnik, bei der Umstellung auf die Digital war er vorn dabei. Nun fehlt einer aus der vorderen Reihe.

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