Tatortrekonstruktion nach Bluttat im Schloss Bockfließ

Tatortrekonstruktion nach Bluttat im Schloss Bockfließ
Mit Puppen wird am Dienstag nachgestellt, wie der mutmaßliche Täter drei Familienmitglieder erschossen haben soll.

Es war eine schreckliche Bluttat, die im Dezember 2018 die Gemeinde Bockfließ im Weinviertel erschütterte. Der 54-jährige Schlossherr Tono Goëss soll nach einem Familienzwist seinen Vater Ulrich Goëss (92), dessen zweite Ehefrau Margherita Cassis-Faraone Goëss (87) und seinen Bruder Ernst Goëss (52) mit seinem eigenen Schrotgewehr erschossen haben. Ein paar Tage nach dem Dreifachmord gestand er die Tat. Am Dienstag wird auf Schloss Bockfließ nachgezeichnet, wie sich die Schrecksekunden abgespielt haben soll.

Tatortrekonstruktion nach Bluttat im Schloss Bockfließ

Tatortrekonstruktion nach Bluttat im Schloss Bockfließ

Tatortrekonstruktion nach Bluttat im Schloss Bockfließ

Tatortrekonstruktion nach Bluttat im Schloss Bockfließ

Tatortrekonstruktion nach Bluttat im Schloss Bockfließ

Bei der gerichtlich angeordneten Tatort-Rekonstruktion wird mit Puppen nachgestellt, wie es zu den tödlichen Schüssen gekommen ist. Da sich der Beschuldigte an die dramatischen Szenen seinen Angaben nach nicht erinnern kann, erwartet sich sein Strafverteidiger Peter Philipp Aufschlüsse über die genauen Abläufe.

Die jahrelange Unterdrückung durch den besonders dominanten Vater, erzählt der Mordverdächtige, soll über einen langen Zeitraum enormen Hass in ihm aufgestaut haben. Auf zwei A4-Seiten hat Tono Goëss geschildert, wie sehr er unter der starken Hand des Vaters gelitten habe. „Dazu kommt ein gesundheitliches Problem. Er ist seit Jahren schwer krank, hat Tumore im Körper und im Kopf“, schildert Philipp. Laut dem prominenten Strafverteidiger hatte der 54-Jährige im Vorjahr ein Aneurysma im Gehirn, an dem er beinahe gestorben wäre. Er lag einige Zeit auf der Intensivstation. „Seither verspürt er bei Anfällen immer wieder einen enormen Druck im Kopf."

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