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Chronik Niederösterreich
02/08/2019

Studierende wollen Absetzung der Campus-Leitung verhindern

Astin Malschinger und Andrea Grimm verlassen nach fast zwei Jahrzehnten die FH Campus Wieselburg, das sorgt für Unmut.

von Marlene Penz

Im Herbst feiert der Campus Wieselburg als einer von vier Standorten der Fachhochschule Wiener Neustadt sein 20. Jubiläum – allerdings ohne Standortleiterin Astin Malschinger und ihrer Stellvertreterin Andrea Grimm. Beide sind seit Beginn am Campus Wieselburg dabei und verlassen ihn mit 1. März.

Das sorgt für Unmut bei bestehenden und ehemaligen Studierenden. Absolventin Julia Ramsmaier hat deshalb eine Online-Petition ins Leben gerufen, die innerhalb der ersten 24 Stunden über 450 Unterstützer gefunden hat. Dass die Leiterinnen gehen, hält sie für keine einvernehmliche Einigung: „Ich bin seit fast zehn Jahren mit dem Campus verbunden und die Vermutung liegt nahe, dass die Vertragsauflösung von oben diktiert wurde und politisch motiviert ist“, erklärt die Absolventin. Die Erfolge und die Entwicklung des FH-Campus in Wieselburg (von 55 auf über 800 Studierende) würden für Malschinger und Grimm sprechen, „man lässt keine Führungskräfte gehen, die so etwas geschafft haben“, ist Ramsmaier überzeugt.

Mit der Petition, soll erreicht werden, dass die beiden als Leiterinnen bleiben. Mit jeder unterschriebenen Petition geht unter anderem ein eMail an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sowie an die Geschäftsführer der FH.

Einvernehmlich

Der Geschäftsführer der FH Wiener Neustadt, Josef Wiesler, entgegnet, dass die Entscheidung keineswegs politisch motiviert sei: „Seit eineinhalb Jahren sind wir in einem Umstrukturierungsprozess. Wir arbeiten daran, die Prozesse und Strukturen der Standorte zu verbessern. Wiener Neustadt, Tulln und Wieselburg sollen enger zusammenrücken. Der Prozess war diffizil. Wir haben eng mit Frau Malschinger zusammengearbeitet, da gab es auch Meinungsverschiedenheiten. Sie war nicht mit allen Veränderungen einverstanden, am Ende hat sie gesagt, dass sie unter diesen Umständen die FH verlassen wird. Streit gab und gibt es keinen“. Auch Andrea Grimm habe sich ihr angeschlossen.

Über die Reaktion der Studierenden sei er überrascht und „nicht glücklich“, gleichzeitig aber zeige das, welch gute Arbeit die beiden geleistet hätten. Die Geschäftsführung sucht den Dialog mit den Studierenden und plant eine Infoveranstaltung. Ob Josef Wiesler dabei sein wird, ist ebenfalls unklar, denn er verlässt die FH ebenfalls Ende Februar – er nennt private Gründe.

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