Sekundärtransporte sorgen für Unzufriedenheit im Bezirk Baden
Die medizinische Versorgungslandschaft in Niederösterreich befindet sich im Wandel. Leistungen werden zunehmend gebündelt und in spezialisierten Kliniken angeboten, womit der Bedarf an Transporten zwischen den Standorten steigt. Das mache die zentrale Planung dieser sogenannten Sekundärtransporten notwendig, wie die NÖ Landesgesundheitsagentur (LGA) im Sommer 2025 ankündigte.
Bei einer EU-weiten Aussendung für die Fahrten zwischen Gesundheitseinrichtungen setzten sich die Johanniter durch. Mit Jahresbeginn trat die neue Regelung in Kraft. Ein Umstand, der im Bezirk Baden für Herausforderungen sorgt, wie ein Mitarbeiter im Gesundheitswesen dem KURIER mitteilte. Die Arbeitsaufteilung verlaufe zwar an machen Stellen problemlos, doch kommt es immer wieder zu langen Wartezeiten für die Patientinnen und Patienten.
Abläufe optimieren
Als Beispiel dient der Fall eines Reha-Patienten, bei dem es nach einer Operation am Ohr zu lokalen Blutungen kam. Zur Abklärung sollte er in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Rettung brachte ihn ins Krankenhaus Baden, wo es jedoch keine HNO-Abteilung gibt. Auf den Weitertransport durch die Johanniter habe der Patient rund vier Stunden gewartet.
Die LGA NÖ gibt auf Nachfrage an, dass man sich mit den Johannitern im laufenden Austausch befinde, um Abläufe zu optimieren. Man disponiere die zur Verfügung stehenden Ressourcen so optimal wie möglich, sagt ein Sprecher vom Notruf Niederösterreich zu der Lage. In dem konkreten Fall müsse der Einsatzbericht zu Rate gezogen werden. Grundsätzlich finden Transporte nur in Einrichtungen statt, die benötigte Behandlung geeignet sind.
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