Schwerer Diebstahl: Unbekannter betrügt Kind mit Krypto-Masche
Von Laura Pusker
Durch ein angeblich „lukratives Krypto-Investment“ gelang es einem Unbekannten, sich die Kontodaten eines Kindes aus dem Bezirk Korneuburg zu erschleichen. Kurz darauf wurde ein niedriger vierstelliger Betrag auf ein Konto in Litauen überwiesen.
Drohungen und psychischer Druck
Als der Täter angebliche Verluste ins Spiel brachte, forderte er die Eröffnung eines zweiten Kontos und setzte das Kind unter massiven Druck. Aus Angst schaltete das Opfer seine volljährige Schwester ein, die schließlich ein Konto eröffnete. Die Zugangsdaten und Bankomatkarte wurden dem Unbekannten bei einem persönlichen Treffen übergeben.
Der Täter forderte später weiteres Geld und drohte sogar mit Gewalt. Wegen fehlenden finanziellen Mittel überwies das Opfer 300 Euro und übergab einem vom Täter organisierten Taxifahrer elektronische Geräte, darunter ein Monitor und ein Headset, an den Verdächtigen.
Am 17. September des Vorjahres behob der Täter mit den widerrechtlich erlangten Bankdaten des Opfers in zwei Wiener Bankfilialen insgesamt einen niedrigen fünfstelligen Betrag. Die Abhebungen erfolgten in der Hütteldorfer Straße 209 sowie in der Thaliastraße 140.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurden nun Lichtbilder des Verdächtigen veröffentlicht. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hinweise zur Identität des Mannes.
Sachdienliche Informationen nimmt die Polizeiinspektion Gerasdorf bei Wien unter der Telefonnummer 059133-3224 entgegen.
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