Chronik | Niederösterreich
28.09.2018

Schüsse bei Fahndung nach Autodieb am Wiener Stadtrand

Ein Beamter feuerte ins Erdreich und auf Reifen, der Verdächtige flüchtete in Brunn am Gebirge in ein Waldgebiet.

Bei der Fahndung nach einem Autodieb sind am Donnerstagabend in der Laxenburger Straße am Wiener Stadtrand auch Schüsse gefallen. Ein Beamter habe ins Erdreich und auf einen Reifen des Wagens gefeuert, teilte Polizeisprecher Johann Baumschlager am Freitag auf Anfrage mit. Der Verdächtige flüchtete in Brunn am Gebirge (Bezirk Mödling) in ein Waldgebiet und blieb vorerst untergetaucht.

An der Suche nach dem Mann war laut Baumschlager ein Großaufgebot an Beamten beteiligt. Neben Kräften der WEGA und aus dem Bezirk Mödling standen auch Diensthunde und ein Hubschrauber im Einsatz.

Laut dem niederösterreichischen Polizeisprecher Johann Baumschlager wird dem Verdächtigen ein Autodiebstahl am Mittwoch in Schwechat (Bezirk Bruck a.d. Leitha) zur Last gelegt. Mit dem hochpreisigen Mercedes sei der Mann am Donnerstag in Wien unterwegs gewesen und dabei von Ermittlern des Landeskriminalamtes Niederösterreich observiert worden.

Auf der Fahrt über die Laxenburger Straße stadtauswärts habe sich der mutmaßliche Autodieb rücksichtslos verhalten, so Baumschlager. Als er schließlich eine Fahrzeugkolonne im Gegenverkehrsbereich überholt habe, hätten die Beamten bei der Verfolgung auch Blaulicht und Folgetonhorn eingeschaltet. Der Verdächtige überquerte dem Sprecher zufolge eine Ampel bei Rotlicht, ehe er verkehrsbedingt anhalten musste.

Der Mann habe dann sogar den von einem Beamten ins Erdreich abgegebenen Schuss ignoriert, sagte Baumschlager weiter. Der Verdächtige habe mit dem Mercedes eine Grünfläche überfahren und sei weiter stadtauswärts geflüchtet. Ein aus kurzer Distanz abgegebener zweiter Schuss in Richtung eines Reifens habe die Karosserie des Autos getroffen. Andere Personen seien nicht gefährdet gewesen, betonte der Sprecher.

In der Ketzergasse habe der mutmaßliche Autodieb den Wagen schließlich stehen gelassen und sei in ein Waldgebiet gelaufen. Die Großfahndung nach dem Mann verlief negativ. Es gebe jedoch erste Ermittlungsansätze, sagte Baumschlager am Freitag.