Chronik | Niederösterreich
25.04.2018

Schlechte Ergebnisse: SPÖ dreht am Postenkarussell

Nationalrat Peter Wittmann soll als Bezirksparteichef in Wiener Neustadt durch Reinhard Hundsmüller abgelöst werden.

Bei der SPÖ in Wiener Neustadt rumort es. Weil Landesparteichef Franz Schnabl mit der Performance seiner Fraktion in der einstigen roten Hochburg alles andere als zufrieden zu sein scheint, soll nun ein Schnabl-Intimus die Kohlen aus dem Feuer holen.

Bei einer Bezirksvorstandssitzung heute, Donnerstagabend, in Eggendorf will Schnabl die Weichen auf Veränderung stellen. Wie durchgesickert ist, soll der niederösterreichische SPÖ-Klubobmann Reinhard Hundsmüller Nationalrat Peter Wittmann als Bezirksparteichef ablösen. Die Wahl dazu soll bereits im Mai stattfinden. Hundsmüller will sich „aus Respekt vor den Gremien“ erst nach der Sitzung am Donnerstag zu der Angelegenheit äußern.

Die SPÖ hat bei den vergangenen Wahlen in Stadt und Bezirk Wiener Neustadt eher bescheidene Ergebnisse eingefahren. Die negativen Entwicklungen scheinen Schnabl zu der Personalrochade ermutigt zu haben. Hundsmüller gilt als enger Vertrauter des Landesparteivorsitzenden. Beide waren vor ihrer Politkarriere hochrangige Polizeibeamte, außerdem stammen sie beide aus dem Bezirk Wiener Neustadt.

Nationalratsmandat

Mit Hundsmüllers Inthronisierung hat einer der logischen Nachfolger das Nachsehen. Lichtenwörths Bürgermeister Harald Richter wurde als nächster Bezirksparteichef gehandelt. Dafür steht Richter in den Startlöchern um Peter Wittmann als Nationalrat zu beerben. Im Bezirksparteivorstand sei Wittmanns Rückzug mit Herbst 2019 bereits besprochen worden, sagt Richter. Ihm könnte nur noch die Grafenbacher Bürgermeisterin Sylvia Kögler in die Quere kommen. Sie war bei der Nationalratswahl noch vor Richter Listenzweite im Wahlkreis.P. Wammerl