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Was ist auf einem Satellitenbild zu sehen und wo liegt der Subsatellitenpunkt?

Satellitenbilder

Mit Hilfe von speziellen Kameras werden Bilder von den Wettersatelliten an die Bodenstationen übermittelt.
Diese Bilder geben den Meteorologen Aufschluss über das Wettergeschehen in dem beobachteten Gebiet und bilden zusammen mit den anderen Messwerten, die von den Wettersatelliten und Wetterstationen kommen, die Grundlage für den täglichen Wetterbericht.

Zur Interpretation der Wetterlage anhand der Wolkenverteilung werden drei Spektralbereiche verwendet.
Der sichtbare Spektralbereich beinhaltet die Wellenlängen des für das menschliche Auge sichtbaren Lichts. Wolken erkennt man also tagsüber und je stärker, desto höher die Albedo (Rückstrahlung) ist.

Der infrarote Spektralbereich zeigt über einen Trick auch Wolken während der Nacht. Hier sind die Grauwerte entsprechend den vorhandenen Oberflächentemperaturen abgestuft. Je nach Oberflächentemperatur werden auf technischem Wege die Temperaturbereiche heller oder dunkler dargestellt. Da die Wolkenoberfläche in der Regel viel kälter als die Erdoberfläche ist, können diese auch markant hervorgehoben werden.

Ein ebenfalls verwendeter, aber nur selten benutzter Spektralbereich ist die Wellenlänge, bei der Wasserdampf sowohl kurzwellige als auch langwellige Strahlung absorbiert. Hiermit können tags und nachts Gebiete mit erhöhtem Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre dargestellt werden.

Saurer Niederschlag

Enthält Spuren von Schwefel- und Salpetersäure, die sich auf der Erde, der Wasseroberfläche und der Vegetation ablagern, wo die Auswirkung dieser Schadstoffe regional zum Baumsterben geführt hat. Verursacher dieser Luftverschmutzung sind die Schwerindustrie und Kohlekraftwerke mit ihren Emissionen von Schwefeldioxid und Stickoxiden.

Savannenklima

Savannen sind Übergangsbereiche zwischen Tropen- und Wüstenklima. Besonderes Kennzeichen des Savannenklimas sind die Regen- und Trockenzeiten. Man unterscheidet zwischen Feuchtsavannen mit einer Regenzeit von 7 bis 9 Monaten, Trockensavannen mit einer Regenzeit von 5 bis 6 Monaten und Steppen. Letztere stellen den Grenzbereich zur Wüste dar und haben im Schnitt weniger als 2 Monate Regen pro Jahr, manchmal auch gar keinen.

Schafskälte

Ein in Mitteleuropa häufig zu beobachtender Kälterückfall ("Singularität") zwischen dem 10. und 20. Juni.

Schauer

Niederschläge von oft großer Ergiebigkeit, aber kurzer Dauer, die aus Cumulonimbus-Wolken fallen. Schauer können als Regen, Schnee, Graupel oder Hagel auftreten. Sie sind typisch für das Rückseitenwetter, auch Aprilwetter genannt.

Schnee

Fester Niederschlag aus verzweigten Eiskristallen, der in Form von sechsstrahligen Sternen, Nadeln, Plättchen oder Säulen bei Temperaturen um oder unter 0 Grad Celsius fällt. Die aneinander gelagerten, fallenden Kristalle werden als Schneeflocken bezeichnet. Die Form der Kristalle ist von den Bedingungen in der Wolke (d.h. Temperatur und Feuchtigkeit) abhängig.

Schneestürme

Den Schneestürmen geht meistens ein mildes Wetter voraus. Langsames Absinken des Luftdrucks und rasch sinkende Temperaturen kündigen den Schneesturm an.
Die Winde erreichen Sturmstärken (etwa 63 bis 74 Kilometer pro Stunde) und treiben den Schnee vor sich her.

Schneetreiben

Beim Schneetreiben wird der Schnee durch den Wind aufgewirbelt und die Sicht beträgt weniger als einen Kilometer. Erstreckt sich diese Erscheinung nur auf die unterste Schicht, so dass in Kopfhöhe des Beobachters gute Sicht herrscht, spricht man von "Schneefegen". Schneetreiben mit Schneefall nennt man Schneegestöber.

Schwüle

Durch besondere Luftfeuchtigkeits- und Temperaturverhältnisse gekennzeichnete klimatische Situation, die das menschliche Wohlbefinden beeinträchtigt; z.B. 80% und 20°C, 65% und 25°C, 45% und 30°C. Schwüle erschwert die Temperaturregelung des Organismus und kann in extremen Fällen zum Kollaps führen. Diese Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit und hoher Temperatur (Schwüle) ruft beim Menschen ein Gefühl des Unbehagens hervor, da der Schweiß nicht mehr verdunstet und kühlt.

Seewarte

Seewarten werden auch als Wetterbojen bezeichnet. Neben Wetterbeobachtungsschiffen werden auch automatische Beobachtungsstationen auf dem offenen Meer zur Sammlung von Daten eingesetzt. Besonders in wenig oder gar nicht befahrenen Gebieten ist diese Art der Messung mit Hilfe solcher Wetterbojen nützlich, wobei die gesammelten Messwerte über Satelliten weitergegeben werden.

Siebenschläfer

Lostag: "Regnet es am Siebenschläfertag (27. Juni), regnet es noch 7 Wochen". Diese Wetterregel ist zwar wörtlich genommen unrichtig, aber die Wettererfahrung zeigt, dass sich in Mitteleuropa Ende Juni der Charakter des Sommers als regnerisch oder regenarm entscheidet.

Sonne

Die Sonne ist der Zentralpunkt und die Energiequelle unseres Planetensystems und besteht hauptsächlich aus Wasserstoff. Die Sonnen-Oberfläche wird von der 6000 Grad heißen Photosphäre gebildet, über der die Chromosphäre liegt. Mit einem Durchmesser von 1,39 Millionen Kilometern ist sie 109 mal so groß wie die Erde. Die Entfernung von der Sonne zur Erde beträgt durchschnittlich 149 Millionen Kilometer.

Strahlungsnebel

Diese Form des Nebels tritt im Winter oder seltener nachts auf. Sie wird durch die Abkühlung der bodennahen Luftschichten am argekühlten Boden hervorgerufen. Er beginnt als Bodennebel, um langsam in die Höhe zu wachsen, wobei die oberste Schicht des Nebels die Ausstrahlung übernimmt. Der Strahlungsnebel hat meist nur eine geringe vertikale Erstreckung von 2 bis 3 m (Bodennebel) und erreicht nur in wenigen Fällen größere Höhen bis zu einigen 10 Metern.

Stratosphäre

Schicht der Atmosphäre oberhalb von Troposphäre und Tropopause. In ihrem unteren Bereich herrscht Isothermie, in ihrem oberen Bereich steigt die Temperatur nur langsam bis zur Stratopause hin an. Die Stratosphäre erstreckt sich von ca. 7 bis 11 km bis in eine Höhe von 50 km. In der Stratosphäre befindet sich die sogenannte Ozon-Schicht, die die höchsten Ozon-Konzentrationen in 20 bis 30 km Höhe aufweist.

Stratus

Stratus (lat. "Decke"), Art der tiefen Wolken.
Die Stratusbewölkung bedeckt den Himmel ganz oder teilweise mit einer durchgehenden, einförmigen, grauen Schicht. Diese Schichtwolke liegt oft dicht über der Erde (bis 600 Meter). An tristen, grauen Wintertagen kann man sie oft beobachten. Die Wolken lassen Nieselregen entstehen, bringen aber nur selten starken Niederschlag.

Sturmflut

Hohes Ansteigen des Wasserstandes bei Flut durch den durch einen Sturm hervorgerufenen Winddruck. Der Winddruck verstärkt dabei einen Hochwasserstand, in dem er das Oberflächenwasser gegen das Land schiebt.

Subsatellitenpunkt

Der Wettersatellit Meteosat befindet sich immer über dem selben Punkt auf der Erde. Diesen Punkt nennt man Subsatellitenpunkt. Dies ist nur auf einer Umlaufbahn über dem Äquator möglich. Meteosats Subsatellitenpunkt ist der Schnittpunkt von Äquator und nulltem Längengrad.

(kurier) Erstellt am
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