© Facebook-Screenshot

Niederösterreich
07/15/2015

"Roofer" erklommen Kamin im AKW Zwentendorf

Bei der Aktion entstand "erheblicher Sachschaden". EVN erstattete Anzeige: "Offen für skurrile und interessante Ideen, aber nur nach Absprache."

Von "ungebetenen Gästen" im AKW Zwentendorf (Bezirk Tulln) hat am Mittwoch die EVN berichtet. Eine Gruppe, die sich "Urban Monkeys" nennt, habe den 110 Meter hohen Abluftkamin erklommen. Ein Foto und ein Video der waghalsigen Aktion der "Roofer" kursieren seit Montag auf Facebook.

"Wir sind am Standort des AKW Zwentendorf offen für skurrile und interessante Ideen, aber nur nach Absprache. So atemberaubend und cool das Bildmaterial auch ist, müssen wir Aktionen wie diese ausnahmslos anzeigen", betonte EVN-Sprecher Stefan Zach in einer Aussendung.

Er verwies außerdem darauf, dass beim Eindringen auf das Gelände des nie in Betrieb genommenen Atomkraftwerks "erheblicher Sachschaden" entstanden sei. Die Polizei ermittle. Auf dem Areal seien Tore beschädigt worden, ebenso die Videoanlage (die Einrichtungen der EVN sind videoüberwacht) und auch die Sicherheitsbeleuchtung für die Luftfahrt auf dem Kamin selbst, sagte Zach am Mittwoch zur APA.

"Roofer" verteidigen sich

Auf ihrer Facebookseite verteidigen sich die "Roofer". Sie sprechen von einer "schwachen Absicherung" des Geländes, wodurch eine Beschädigung nicht notwendig gewesen sei. Weiters schreiben die "Urban Monkeys" in dem Posting: "Wir lehnen es prinzipiell ab, mutwillige Zerstörung anzuwenden, um unsere Ziele zu erreichen."

cool tower

Posted by UrbanMonkeys on Monday, July 13, 2015

Erst im August des Vorjahres sorgte ein Roofer für Aufsehen, als dieser ungesichert auf den Turm der Wiener Votivkirche kletterte. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

Roofing: Kletter-Wahnsinn in Osteuropa

Für die einen ist es jugendlicher Leichtsinn. Für die anderen eine Extremsportart wie viele andere. Darüber, dass es sich bei dem Trend aus dem Osten Europas um ein lebensgefährliches Unterfangen handelt, sollte jedoch Einigkeit herrschen. Beim sogenannten "Roofing" erklimmen Jugendliche in Moskau, Kiev oder Minsk mit normalen Straßenschuhen, ohne Seil und Klettergurt die höchsten Punkte ihrer Stadt. Egal ob Hochhaus oder Starkstrommasten.

Je höher, desto besser. Dass mit der Höhe auch das Risiko von Windböen steigt, ist dabei offenbar zweitrangig. Der Kick zählt. Im Klettersport würde man Touren ohne jegliche Sicherung "Free Solo" nennen. Mustang Wanted, einer der bekanntesten Roofer seiner Heimat Ukraine, sieht sich jedoch nicht als Sportler. Wir haben den 26-Jährigen per Email kontaktiert, um mehr über diese waghalsigen Ausflüge in luftiger Höhe zu erfahren.

Mustang Wanted: "Immer wieder Ärger mit den Behörden"

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Screenshot: Youtube

Screenshot: Youtube

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

Mustang Wanted

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