Sprühnebel, der bei der Arbeit an den Zähnen entsteht, kann Viren transportieren und Zahnärzte gefährden

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Chronik Niederösterreich
04/11/2020

Risiko für Zahnärzte, weil Masken fehlen

Dringend Forderung nach mehr Schutzmasken. Zahnärzte wollen nach Ostern langsam zu Normalbetrieb zurückkehren

von Wolfgang Atzenhofer

Mangel. Nach Ostern wollen Niederösterreichs Zahnärzte langsam und schrittweise wieder vom Notbetrieb in die berufliche Normalität zurückkehren und ihre Ordinationen länger öffnen. Bremsklotz bei diesem Vorhaben bleibt allerdings der gravierende Mangel an den gegen Vireninfektionen schützenden FFP3-Masken. „Damit bleiben wir einem hochgradigen Risiko ausgesetzt, dem wir bei unserer Arbeit ohne geeignete Masken nicht ausweichen können“, beklagt der Präsident der NÖ Zahnärztekammer Hannes Gruber.

Beim unvermeidlichen Bearbeiten von Zähnen entsteht ein Sprühnebel, der auch Viren transportiert und Menschen im nahen Umfeld belasten kann. „Der Sicherheitsabstand ist bei Zahnärzten nicht einzuhalten, der Gesichtsschutz deshalb umso wichtiger“, erklärt Gruber. Zwar habe er aktuell 1.700 Masken vom Landessanitätsstab zugeschickt bekommen, doch „die sind wie ein Tropfen auf den heißen Stein“. Gruber hat 700 Zahnarztordinationen damit auszustatten. „Da geht sich eine Maske für den Arzt und eine für die Assistentin aus“, sagt er. Dass vorhandene Masken dann ohnehin um ein Vielfaches länger getragen werden als von den Herstellern empfohlen, sei ohnehin eine Selbstverständlichkeit.

Keine Entspannung für die Zahnärzte, aber für andere Beschäftigte im medizinischen Bereich, bescherte am gestrigen Freitag eine Meldung der Österreichischen Gesundheitskasse. Sie wird österreichweit 236.900 FFP2-Masken, die aber weniger Schutz als die FFP3-Masken bieten, verteilen. NÖ bekommt davon 24.900 Stück.

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