Daniela Wagner macht mit ihrem Pop-up-Store den Anfang

© Atzenhofer Wolfgang

Chronik Niederösterreich
03/29/2019

Pop-up-Stores für frischen Wind in der City

Eine Initiative für einen Pop-up-Store für Kunsthandwerk löste in Amstetten gleich eine Kampagne für junge flotte Shops aus.

von Wolfgang Atzenhofer

Dinge, die Freude bereiten, wird Daniela Wagner ab Ende April in ihrer „Sunshine Gallery“ in der Amstettener Rathausstraße verkaufen. Die Idee, ihr Geschäft mit Kunsthandwerk, wie Gürtelschnallen aus Altholz, Kühlschrankmagneten mit kleinen Stücken alter Stadtpläne oder Brieftaschen aus recycelten Fahrradschläuchen als Pop-up-Store in einem leer stehenden Shop aufzuziehen, hat in Amstetten eine Kampagne ausgelöst.

Um gegen den Leerstand von rund einem Dutzend Geschäften in der City anzukämpfen, haben Stadtpolitik und Stadtmarketing ein Fördermodell für Pop-up-Stores ausgearbeitet. Derartige Shops, in denen für kurze Zeit Verkaufsideen und Produkte angepriesen werden, haben nämlich in der nahen Stadt Enns (OÖ) für Furore gesorgt. City-Managerin Maria Ettlinger importierte die erfolgreiche Idee. In Enns bereichern derzeit 14 kleine Pop-up-Stores das Einkaufserlebnis in der Innenstadt. Innerhalb von zwei Jahren haben kurzfristig eingemietete Pop-up-Kaufleute zehn Dauergeschäfte eingerichtet, berichtet Marketingchef Max Homolka. Seine Idee: Kleinere Städte sollen kooperieren, dann können die attraktiven kleinen Geschäfte überalls für frischen Wind und Abwechslung sorgen.

In Amstetten will man diesen Erfolg kopieren. AMS und WK sind mit im Boot. Das Stadtmarketing knüpft Kontakte zu Liegenschaftsbesitzern mit leer stehenden Geschäften. Mittels kurzfristiger Mietverträge, die sich auf Tage, Wochen oder Monate beschränken können, soll den Pop-up-Kaufleuten eine Testphase gewährt werden. "Ziel ist es aber, langfristige nachhaltige Mietverträge abzuschließen", sagt Ettlinger. Die Shop-Betreiber profitieren von der gemeinsamen Werbekampagne durch das Stadtmarketing. Hausbesitzer und die übrige Kaufmannschaft soll durch die neue bunte Vielfalt und die höhere Kundenfrequenz ebenfalls ihren benefit haben.

Besonders stolz sei man, dass auch die internationale Umdasch-The-Store-Maker-Gruppe mit ihrem Knowhow voll aufgesprungen sei, freuten sich Wirtschaftsstadtrat Helfried Blutsch und Bürgermeisterin Ursula Puchebner. Die Store Maker haben gleich eine eigene Ladeneinrichtung für die Pop-up-Offensive kreiert. Kostengünstig, leicht transportabel und schick müsste sie sein, lautete der Auftrag an die Designer und Architekten, schilderte die Lifestyle-Managerin des Ladenbau-Konzerns, Karin Lehner-Illetschko. Die Prototypen der neuen Pop-up-Store-Linie wird es erstmals im Geschäft von Daniela Wagner, das am 25. April eröffnet, geben. Vom Stadtmarketing wurden diese Laden-Einrichtungen bestellt, damit sie künftig auch anderen Store-Betreibern zur Verfügung gestellt werden können. Wer weiß, vielleicht landen The Store Maker damit auch international einen großen Erfolg. Das Pop-up-Store-Modell Amstetten wird jedenfalls auch bei der weltgrößten Ladenbaumesse in Düsseldorf präsentiert werden.  

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