Polizei stoppt Tiertransport in NÖ: Welpe unter Ladung entdeckt

Ohne Impfung, ohne Wasser und eingepfercht unter einem Kühlschrank: Ein Hund ist aus einem Kleintransporter gerettet worden.
Hund in einer Box

Bei einer routinemäßigen Fahrzeugkontrolle auf der S33 bei Herzogenburg, Bezirk St. Pölten, retteten Polizisten der Autobahnpolizei Krems einen zwölf Wochen alten Hundewelpen aus einem bulgarischen Kleintransporter.

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Hier wurde der Vierbeine entdeckt

Der 52-jährige Fahrer transportierte das Tier unter einer ungesicherten Ladung aus Kühlschrank, Koffern und weiteren Gegenständen. Der Welpe hatte in dem dunklen Laderaum nur etwa 30×30 cm Platz, war stark verängstigt und wurde offenbar während der gesamten Fahrt lediglich mit Essensresten wie Salami, Weißbrot und Hamburgern versorgt.

Amtstierärztin ordnet Abnahme an

Die Amtstierärztin stellte bei der Kontrolle zahlreiche Verstöße fest: keine gültige Tollwutimpfung, fehlende Transportvorrichtung, kein Wasser oder geeignetes Futter.

Nach österreichischem Recht darf ein Hundewelpe erst ab 16 Wochen transportiert werden. Aufgrund der Gefährdung ordnete die Tierärztin die Abnahme des Welpen an. Das Tier wurde ins Tierheim St. Pölten gebracht.

Fahrzeug ebenfalls beanstandet

Bei der Kontrolle des Kleintransporters wurden außerdem schwere technische Mängel festgestellt. Ladungssicherung und Gesamtgewicht entsprachen nicht den Vorschriften.

Der 52-jährige Fahrer, ein Bulgare, wurde angezeigt, eine vorläufige Sicherheitsleistung eingehoben.

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