Chronik | Niederösterreich
20.09.2018

Personalkrimi um Filmfestival „Frontale“ in Wiener Neustadt

Nach 3500 Besuchern im Vorjahr gibt es heuer keinen Event. Die Gräben zwischen Initiatoren und Co-Direktor sind zu tief.

Nach dem unschönen Abgang der beiden Initiatoren samt Team des internationalen Filmfestivals Frontale in Wiener Neustadt ist die heurige Veranstaltung abgesagt. Die Differenzen zwischen den Gründungsvätern Reinhard Astleithner und Christoph Gausch mit dem neu eingesetzten Co-Festivaldirektor Christoph Dostal sind zu groß, dass es eine gemeinsame Zukunft geben könnte.

Wie berichtet hatten die Erfinder des Festivals im Juni all ihre Funktionen hingeschmissen, nachdem sie sich mit Dostal nicht über die kulturelle Ausrichtung und die Inhalte der zu zeigenden Filme einigen konnten. Nach außen hin wurde die Frontale 2017 als großer Erfolg gefeiert. Mit der erstmaligen Austragung im Stadttheater explodierte die Besucherzahl auf über 3500 Personen an fünf Filmtagen. Karl Merkatz fungierte als prominenter Schirmherr nach außen.

Wie Kulturstadtrat Franz Piribauer (ÖVP) gegenüber dem KURIER bestätigt, ist das Filmfestival für heuer allerdings ausgesetzt. Derzeit wird mit allen Beteiligten über eine Rückkehr der Frontale zur Landesausstellung 2019 verhandelt.

Wie zu erfahren war, stehen die Gründungsväter allerdings nur für die Ausrichtung des Festivals zur Verfügung, wenn sie ihre gestalterische Freiheit zurückerhalten. Der künstlerische Leiter des Stadttheaters, Christoph Dostal, müsste dafür auf die Mitsprache verzichten. Piribauer versucht derzeit einen „annehmbaren Vorschlag“ zu erarbeiten. „Wir sind schon sehr weit damit, wie es weitergehen könnte“, so der Stadtrat.