Keine Wendestimmung in Niederösterreich

Acht Parteien wollten die absolute Mehrheit von Niederösterreichs ÖVP-Landeschef Erwin Pröll brechen. Daraus ist nichts geworden. Trotz Stimmenverlusten bleibt der Langzeit-Landeshauptmann im Amt. Pröll verteidigte seine absolute Mehrheit in Stimmen und wird weitere fünf Jahre lang die Geschicke des Landes lenken.

Dabei hatten Prölls Gegner im Wahlkampf jede Menge Staub aufgewirbelt. Mit der umstrittenen Veranlagung der Wohnbaugelder wollten die Parteien der ÖVP zusetzen. Zusätzlich sorgte Frank Stronach mit seiner Kandidatur für ein Spannungselement. Die Rechnung der Herausforderer ist nicht aufgegangen.

Eine schwere Wahlschlappe bezog die SPÖ, die nach schweren Verlusten vor fünf Jahren noch einmal ein ordentliches Minus einfuhr. Die Tage von Spitzenkandidat Josef Leitner sind damit gezählt.

Das Wahlergebnis in Niederösterreich zeigt auch, dass im Land keine Wendestimmung vorhanden war. Pröll wird zugetraut, in schwierigen Zeiten die Probleme zu lösen.

Die Niederösterreicher haben sich damit gegen Verhältnisse wie in Italien und in Kärnten ausgesprochen. Für den Landeschef bedeutet das Ergebnis, dass sein Einfluss auf die Bundespolitik erhalten bleibt.

( Kurier ) Erstellt am 03.03.2013