NÖ: Mutter soll ihr Baby erstochen haben

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Bluttat in Ernstbrunn im Bezirk Korneuburg. Vater fand das tote Kind in der Wohnung. Ermittlungen laufen.

Eine schreckliche Bluttat soll sich am Donnerstag in Ernstbrunn im Bezirk Korneuburg zugetragen haben: Eine Mutter soll zu Hause ihr Baby getötet haben. Bei der Tatverdächtigen handelt es sich um eine 41-jährige ungarische Staatsbürgerin, bestätigt Polizeisprecher Heinz Holub von der NÖ Polizei

Als der Vater am Donnerstag von der Arbeit nach Hause kam, entdeckte er seine vier Monate alte Tochter erstochen in der Wohnung. Die Polizei geht davon aus, dass bei der tatverdächtigen Mutter eine psychische Beeinträchtigung vorliegt. Sie hat sich selbst schwere Verletzungen zugefügt,  vermutlich mit einem Messer, und musste im Krankenhaus stationär aufgenommen werden. Aufgrund ihres Zustandes war eine Einvernahme bisher nicht möglich.

Auch der Ernstbrunner Bürgermeister Horst Gangl zeigt sich ob der Tat bestürzt: „Ich kenne die Dame sehr gut, da wir oft gemeinsame Diskussionen geführt haben. Sie war eigentlich immer ein total lebensfroher Mensch.“ Die Mutter, so der Bürgermeister, habe im Wolfsforschungszentrum in Ernstbrunn gearbeitet. Dadurch war auch der Kontakt mit dem Ortschef immer wieder vorhanden. „Es ist natürlich unglaublich, weil so etwas hat es in Ernstbrunn noch nicht gegeben. Man merkt, dass der ganze Ort bestürzt ist“, erklärt Gangl.

Die Tat soll sich in der Wohnung am Hauptplatz ereignet haben. „Ich kannte die Mutter und habe mit ihr viel geredet“, schildert Nachbarin Erika Enzersdorfer. „Sie war sehr auf ihr Baby fixiert und gab es auch nicht aus der Hand. Darum ist der Schock, dass das jetzt passiert ist, umso größer. Ich habe selbst auch Hotelzimmer und dort hat sie eine Nacht gewohnt. Ich habe ihr einen Kinderwagen und Spielzeug angeboten, aber sie wollte nie wirklich Hilfe annehmen.“

( kurier.at ) Erstellt am 15.06.2018