Bluttat in NÖ: Mann (66) stach auf Ehefrau ein - in Lebensgefahr

Die Ehefrau schwebt nach dem Messerangriff weiter in Lebensgefahr. Mögliches Motiv für die Tat ist ein bevorstehender Haftantritt des Mannes.
Bilder vom Ort der Tat in Kottingbrunn

In Kottingbrunn im niederösterreichischen Bezirk Baden hat am Montagnachmittag ein 66-Jähriger offensichtlich auf seine gleichaltrige Ehepartnerin eingestochen. Danach soll der Mann versucht haben, sich selbst zu töten, bestätigte Chefinspektor Johann Baumschlager von der Landespolizeidirektion Niederösterreich auf Anfrage.

Tatwaffe war laut Polizei ein Messer. Das Opfer und der Beschuldigte erlitten schwere Verletzungen und wurden in Krankenhäuser gebracht.

Bilder vom Ort der Tat in Kottingbrunn

Bilder vom Ort der Tat in Kottingbrunn im Bezirk Baden.

Die lebensgefährlich verletzte Frau und der Mann waren zuvor intensivmedizinisch behandelt worden. Die 66-Jährige wurde laut Baumschlager mit einem Notarzthubschrauber abtransportiert, ihr Ehepartner mit einem Notarztwagen. Das Landeskriminalamt Niederösterreich (Leib/Leben, Tatort) hat die Ermittlungen übernommen.

Bevorstehende Haft als mögliches Motiv

Als mögliches Motiv könnte der bevorstehende Haftantritt des Tatverdächtigen infrage kommen, heißt es aus Ermittlerkreisen. Bei Täter und Opfer handelt es sich um ein österreichisches Ehepaar. Bei dem 66-jährige Österreicher soll es sich um einen ehemaligen Apotheker handeln.

Der Mann kündigte per E-Mail an mehrere Stellen seine Bluttat an, wie Polizeisprecher Johann Baumschlager dem KURIER bestätigt. Eine dieser Stellen informierte daraufhin die Polizeiinspektion Leobersdorf. Die Polizei brach schließlich die Wohnungstüre auf und entdeckte die beiden Schwerverletzten.

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