80 Millionen Euro für Niederösterreichs Luftfahrt

Das Infrastrukturministerium erhöht den Beitrag zur European Space Agency. Damit soll auch der nö. Wirtschaftsstandort gestärkt werden.
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Zusammenfassung

  • Österreich erhöht seinen Beitrag zur European Space Agency, um Niederösterreichs Luft- und Raumfahrtsektor zu stärken.
  • Unternehmen wie GATE Space und weitere Betriebe am Flughafen Wien und in Wiener Neustadt treiben Innovationen und schaffen hochqualifizierte Arbeitsplätze.
  • Die Investitionen sollen die internationale Sichtbarkeit erhöhen, die Wettbewerbsfähigkeit steigern und neue Beteiligungsmöglichkeiten für Unternehmen und Forschungseinrichtungen schaffen.

Mit der Wirtschaftsstrategie 2030+ soll die Wettbewerbsfähigkeit Niederösterreichs gesteigert werden. Dazu wird auch mehr in die Luft- und Raumfahrt investiert. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, Peter Hanke (SPÖ), tauschten sich dazu aus.

Als eine Schlüsseltechnologie Niederösterreichs definierten die beiden etwa die Luft- und Raumfahrt, wo Niederösterreich weltweit mitspiele. Als Beispiel wurde das erfolgreiche Unternehmen GATE Space genannt, welches am Flughafen Schwechat seinen Standort hat. 

Auf dem Weg ins All

Das Unternehmen setzt auf Mobilitätslösungen, genauer Raketentriebwerk-Technologie und umweltfreundliche Treibstoffe. Nächstes Jahr soll das Produkt an Bord einer SpaceX Falcon 9-Rakete ins All starten.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bundesminister Peter Hanke.

Bei einem Arbeitsgespräche im Landhaus St. Pölten tauschten sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Bundesminister Peter Hanke über die Wirtschaftsstrategie Niederösterreichs aus.

„Die Luft- und Raumfahrt bietet enorme Chancen für Niederösterreichs Betriebe. Wir investieren konsequent in Förderprogramme, Infrastruktur und Standortentwicklung, um den Aerospace-Sektor nachhaltig zu stärken und zusätzliche hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.“

von LH Mikl-Leitner

Der Beitrag Österreichs zur European Space Agency (ESA) soll erhöht werden, von 2026 bis 2028 sollen insgesamt 80 Millionen Euro mehr in die Luftfahrt fließen. Peter Hanke spricht von „gut investiertem Geld“: die internationale Sichtbarkeit des Raumfahrtsektors soll so weiter gesteigert und die Beteiligungsmöglichkeiten für Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden deutlich erweitert. 

Aufträge, Know-how und Wertschöpfung

„Die Mittel kommen direkt den heimischen Unternehmen zugute. GATE Space ist dafür ein gutes Beispiel. Die verstärkte Beteiligung an ESA-Programmen bringt Aufträge, Know-how und Wertschöpfung und stärkt damit gezielt Regionen mit hoher Technologiekompetenz wie Niederösterreich“, so Hanke

Neben dem Flughafen Wien ist auch Wiener Neustadt ein bedeutender Luftfahrtstandort. Unternehmen wie Diamond Aircraft & Austro Engine, Airborne Technologies sowie Schiebel sichern über tausend hochqualifizierte Arbeitsplätze.

Dabei forschen die Unternehmen an Flugzeugtriebwerken, Kommunikationssystemen, technischen Sensoren und unbemannten Flugsystemen.  

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