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Chronik Niederösterreich
05/16/2019

Neues Ärgernis mit weißen Haifischzähnen in Zwettl

Die zuständige Behörde ließ den Zebrastreifen wegfräsen und neue Bodenmarkierungen aufmalen

von Jürgen Zahrl

Als der Zebrastreifen in der Waldrandsiedlung in Zwettl weggefräst wurde und auf beiden Fahrspuren nur wenige Meter davor weiße Haifischzähne aufgesprüht wurden, mischte sich Verwunderung und Kopfschütteln zum Ärger der Anrainer. „Da wird mit unserem guten Geld anscheinend wieder einmal Unfug betrieben“, meinte eine Siedlungsbewohnerin.

Eigentlich verlangten die unmittelbaren Anrainer zusätzlich zum Fußgängerübergang nur eine elektronische Hinweistafel, um die Raser einzubremsen. Dass ihre Forderung nach hinten losging, ärgert nicht nur die Bewohner, sondern auch die Vertreter der Grünen, der KURIER berichtete.

Verkehrszählung

Eine behördlich angeordnete Verkehrszählung brachte letzten Endes das Umdenken. Aufgrund der geringen Verkehrsfrequenz sei es sinnvoll, den wenig benützten Fußgängerübergang aus Sicherheitsgründen zu entfernen. Klingt seltsam, hat allerdings einen ernsten Hintergrund. Auf KURIER-Anfrage betonte ein Experte des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, dass die Autofahrer vor einem kaum frequentierten Schutzweg weniger aufmerksam seien und die Anhaltebereitschaft geringer sei.

Die Experten und die zuständigen Behörden sind davon überzeugt, dass statt des 20 Jahre alten Zebrastreifens ein Verkehrszeichen mit der Aufschrift „Andere Gefahren“ inklusive Zusatz „Fußgänger“, mehrere aufgesprühte Haifischzähne und temporär aufgestellte Geschwindigkeitsanzeiger die idealere Lösung seien.

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