Frauenpower in NÖ: Soldatinnen erobern Panzerhaubitze
Lisa Schwarzl, Francisca-Anemona Lucacel, Emilia Wolf, Carolina Pfeiffer und Jennifer Cerny bedienen das Geschütz.
Rund um den Internationalen Frauentag am 8. März rückt auch beim Bundesheer die Rolle von Soldatinnen stärker in den Fokus. Ein Beispiel dafür liefert das Aufklärungs- und Artilleriebataillon 3 in Mistelbach: Dort ist eine Panzerhaubitze M109 im Einsatz, deren Geschütz ausschließlich von Frauen bedient wird.
Die Soldatinnen sind allesamt in der 1. Panzerhaubitzbatterie des Bataillons eingeteilt und übernehmen unterschiedliche Funktionen. Sie sind unter anderem als Geschützführerin, Panzerfahrerin, Richtkanonierin, Ladekanonierin und Munitionskanonierin im Einsatz.
Gemeinsam bilden sie eine vollständige Geschützbesatzung – von der Steuerung des Fahrzeugs bis zur Bedienung der Waffensysteme.
28 Tonnen schwer
Die Panzerhaubitze M109 bringt ein Nettogewicht von rund 25 Tonnen auf die Waage. Voll beladen mit Granaten, Treibladungen, Ausrüstung und Besatzung steigt das Gewicht auf etwa 28 Tonnen. Gesteuert wird das schwere Kettenfahrzeug von der Panzerfahrerin.
Dass ein gesamtes Geschütz ausschließlich von Frauen kommandiert und bedient wird, sei auch innerhalb des Bundesheeres ein bemerkenswertes Beispiel für die zunehmende Präsenz von Soldatinnen in technischen und kampfunterstützenden Funktionen, heißt es.
Wie berichtet, rückten im vorigen Herbst 26 Frauen in die Bolfras-Kaserne ein – ein österreichweiter Rekord.
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